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Glossar

Das Glossar hilft, im Begriffe-Dschungel den Durchblick zu behalten.



3D-Drucker

Maschine, die computergesteuert aus verschiedenen flüssigen oder festen Materialien Schicht für Schicht dreidimensionale Objekte aufbaut. Die Modelle werden digital entwickelt oder dreidimensional eigescannt. 3D-Drucker erlauben die inviduelle Fertigung von Gegenständen ohne Spritz- oder Gussformen und ohne Materialverlust.

Agenda 21

Die Agenda 21 ist ein auf dem Weltgipfel in Rio 1992 verabschiedetes, völkerrechtlich nicht verbindliches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Sie enthält Politikempfehlungen zu 40 Bereichen, von der Veränderung der Konsumgewohnheiten über den Schutz der Erdatmosphäre bis hin zur lokalen Agenda21 und damit verbundenen Handlungsaufträgen. Hierbei wird auch die Stärkung gesellschaftlicher Gruppen wie der Wirtschaft, der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften sowie von Nichtregierungsorganisationen thematisiert.

Audits

Audits werden in der Regel an Produktionsstätten durchgeführt, um einen Soll-Ist Vergleich bezüglich unterschiedlicher Anforderungen und Richtlinien zu machen. Dadurch sollen die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards gewährleistet, Missstände aufgedeckt und Verbesserungsmaßnahmen eingeführt werden. Interne Audits erfolgen durch unternehmensinterne Personen, externe Audits werden von externen Gutachtern durchgeführt.

Bootstrapping

Bootstrapping bezeichnet eine Form der Gründungsfinanzierung, bei der versucht wird, mit möglichst knappen Ressourcen schrittweise den Gewinn zu maximieren. Aus dem Gewinn wird das Wachstum finanziert. Vorteile davon sind, dass der Anteil von Fremdkapital gering bleibt und dass das Risiko gering gehalten wird. Nachteile sind, dass schnelle Märkte von schneller wachsenden Konkurrenten besetzt werden könnten, und dass das Produkt iterativ entwickelt werden muss. Ein schönes Beispiel für erfolgreiches Bootstrapping liefert die Fitness-App Freeletics: Während zu Beginn Email-Newsletter für eine lokale Workout-Gruppe stand, konnte mit den Einnahmen nach und nach die beliebte Fitness-App und dahinter ein hoch profitables Unternehmen aufgebaut werden.

Brennstoffzelle

Über eine chemische Reaktion wird Strom erzeugt. Brennstoffe wie Wasserstoff, Methanol oder Erdgas dienen als Stromquelle. Beim Betrieb einer Brennstoffzelle mit Wasserstoff fällt als Abfallprodukt nur Wasserstoff an, weshalb diese Art der Stromerzeugung als besonders umweltfreundlich gilt.

BSC

Balanced Scorecard

Corporate Citizenship

Corporate Citizenship bezeichnet das gesellschaftliche Engagement in und von einem Unternehmen. Durch gemeinwohlorientierte Aktivitäten, die außerhalb des Kerngeschäfts liegen, wie zum Beispiel Spenden, Sponsoring oder Stiftungsaktivitäten stellt das Unternehmen seine Position als „guter Bürger“ dar.

Corporate Governance

Unter dem Rahmen Corporate Governance (Grundsätze der Unternehmensführung) werden alle rechtlichen und faktischen Regelungen gefasst, welche die Spielräume für opportunistisches Verhalten einzuschränken versuchen. Diese Regelungen können Gesetzte, Richtlinien, Absichtserklärungen, Leitbilder und Gewohnheiten sein. Somit trägt CG zu einer transparenten und guten Unternehmensführung bei.

Cradle to cradle

From cradle to cradle (von der Wiege zur Wiege) beschreibt die Entwicklung weg von einer Wegwerfwirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Alle im Lebenszyklus verwendeten Rohstoffe eines Produktes sollen hierbei wieder vollkommen in Produktionsprozesse zurückgelangen, so dass keine Abfälle mehr entstehen.

Cradle to grave

From "cradle to grave" beschreibt den Lebensweg eines Produktes "von der Wiege bis zur Bahre".

Crowd

Gruppe von Menschen, die gemeinschaftlich ein Anliegen verfolgt, in der Regel spontan und auf einen bestimmten Zeitrahmen beschränkt. Meist kommunizieren und entstehen Crowds über Online-Plattformen.

CSR

CSR steht für Corporate Social Responsibility bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung und impliziert, dass ein Unternehmen - über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen hinaus- gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Es geht somit darum wie Gewinne erwirtschaftet werden und nicht, was mit ihnen geschieht. CSR Strategien beinhalten typischerweise Ziele aus dem typischen Dreisäulenmodell der Nachhaltigkeit: Soziales, Ökologie und Ökonomie.

Downcycling

Umwandlung eines Materials oder Produkts, bei der sich die Qualität oder Funktionalität verringert. Downcycling steht im Gegensatz zum Upcycling. Grundsätzlich gilt, dass sich bei jeder Recyclingrunde die Qualität eines Produktes verschlechtert. Um die Materialien trotzdem hochwertig nutzen zu können, werden bei Downcyclingprozessen oftmals neue Rohstoffe hinzugefügt.

Effizienz

Die Anwendung technologischer Innovationen senkt den Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung und Nutzung eines Produkts. Steigerung der Effizienz bedeutet also dass mit weniger Ressourcen mehr Güter produziert werden können. Effizienzerfolge können jedoch zum Beispiel durch Rebound-Effekte zunichte gemacht werden. Daher wird oftmals bezweifelt, dass Effizienzstrategien allein zu nachhaltigen Konsummustern und Lebensstilen führen werden, wenn sie nicht von Suffizienz begleitet werden.

Emissionshandel

Wirtschaftliches Instrument, das An- und Verkauf von Emissionsrechten beschreibt und Staaten sowie Unternehmen mittels ökonomischer Anreize zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen bewegen soll. Für jeden Handelsraum werden zulässige Gesamtemissionsmengen festgelegt und jeder Handelsteilnehmer erhält ein Zertifikat mit der für ihn zugelassenen Emissionsmenge. Durch den Handel können Teilnehmer mit geringen Ausstößen wirtschaftlich profitieren, indem sie ihre Zertifikate an andere Teilnehmer verkaufen.

Energieträger

Feste, flüssige, gasförmige oder radioaktive Stoffe, die Energie in sich speichern. Primärenergieträger werden in ihrer natürlich vorkommenden natürlich vorkommenden Form genutzt (Erdöl, Erdgas, Kohle, Uranerz), Sekundärenergieträger entstammen einem Umwandlungsprozess (Strom, Benzin, Heizöl).

Entkopplung

Mit Entkoppelung wird die Strategie bezeichnet, wirtschaftliches Wachstum von einem steigenden Ressourcen- und Energieverbrauch abzukoppeln. Relative Entkoppelung meint, dass das Wirtschaftswachstum stärker steigt als der Ressourcen- und Energieverbrauch. Absolute Entkoppelung zielt auf Wachstum bei stagnierendem oder gar sinkendem Verbrauch.

Fair Trade

Bezeichnung für eine Handelsform, die sich um solidarische und direkte Handelsbeziehungen mit ErzeugerInnen in wirtschaftlich schwächer gestellten Ländern bemüht und zu diesem Zweck Mindestpreise für gewisse Produkte wie Kaffee, Kakao oder Baumwolle festsetzt. Ziel ist es den Kleinbauern ein stabiles Grundeinkommen zu sichern und ihre soziale Stellung zu verbessern.

Genossenschaft

Eine Genossenschaft existiert ausdrücklich durch die Förderung ihrer Mitglieder und wirtschaftet ausschließlich nur für diese. Diese Rechtsform verbindet die Vorteile einer Kapitalgesellschaft und eines Vereins. Eine eG besitzt ein hohes Maß an Transparenz und Demokratie und Arbeitet nach den Prinzipien der Selbsthilfe.

Graue Energie

Graue Energie bezeichnet die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produkts entstehen und somit nicht direkt für Verbraucher erkennbar ist. Besonders hohe Mengen fallen bei der Rohstoffgewinnung und im Transport an.

Green Economy

Unter dem Stichwort Green Economy werden verschiedene Konzepte für einen ökologischen Umbau der Industriegesellschaft zusammengefasst. Ziel ist es, durch die Schaffung von entsprechenden Rahmenbedingungen und Anreizen Investitionen in grüne Industriebereiche umzulenken. Technologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen sind hierfür Voraussetzung.

ILO

Die International Labor Organization (Internationale Arbeitsorganisation) ist zuständig für die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialstandards. Die weltweit geltenden Mindeststandards sollen menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf der Welt sicherstellen.

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

Eine wichtige Rolle in der wissenschaftlichen Diskussion über Ursache und Folgen des Klimawandels kommt dem 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie ins Leben gerufenen Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zu. Seine Aufgabe ist es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Klimawandel zusammenzutragen, Folgen abzuschätzen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in jährlichen Berichten zusammengefasst, die als Stand der Wissenschaft auf dem Gebiet des Klimawandels gelten.

Invention

Als Invention werden neue Ideen, Konzepte, Prototypen oder Geschäftsmodelle vor der Markteinführung bezeichnet. Erst wenn sich eine neue Idee oder Invention auf dem Markt durchgesetzt hat, lässt sich von einer Innovation sprechen.

ISO

ISO steht für International Organization for Standardization und somit die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen. Die von verschiedenen Arbeitsgremien entwickelten internationalen Normen, vornehmlich im Bereich der Technologie, unterstützen den globalen Austausch von Waren und Dienstleistungen und schaffen einheitliche Rahmen. Unternehmen können sich durch Zertifizierungen an die Einhaltung dieser Normen binden.

Lieferkette

Netzwerk beziehungsweise Abfolge von Organisationen oder Unternehmen, die an der Produktion eines Gutes beteiligt sind. Sie erstreckt sich von den Rohstoffproduzenten über Verarbeitungsbetriebe und den Anbieter bis hin zum Endkunden.

LOHAS

(engl. Lifestyles of Health and Sustainability) bezeichnet Personen, die einen Lebensstil pflegen, der von Gesundheitsbewusstsein und -vorsorge sowie der Ausrichtung nach Prinzipien der Nachhaltigkeit geprägt ist.

Nachhaltigkeitsdreieck

Zur Erläuterung des Konzeptes der nachhaltigen Entwicklung wird oftmals das Nachhaltigkeitsdreieck verwendet. Der Kerngedanke ist, dass Nachhaltigkeit einen Zustand oder einen Prozess darstellt, der die drei Ecken Ökonomie, Ökologie und Soziales ausbalanciert beziehungsweise in ein gleichgewichtiges Verhältnis zueinander setzt (weak sustainability). Die Kritik am Nachhaltigkeitsdreieck entzündet sich vor allem an dieser Gleichsetzung und hebt hervor, dass die Ökologie für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen stehe und damit Grundlage und Rahmen für die Ökonomie und menschliches Leben überhaupt bilde (strong sustainability). Demzufolge, so die Kritik, entspreche eine Gleichstellung von Ökonomie und Ökologie nicht den realen Problemlagen einer Übernutzung der natürlichen Ressourcen.

NGO

Die Abkürzung NGO steht für Non Profit Organisation - eine private, unabhängige und nicht gewinnorientierte Organisation, die einen sozialen oder gesellschaftspolitischen Zweck verfolgt. NGOs setzen sich für unterschiedlichen Gruppen und Bereichen ein, wie z.B. Umweltschutz, Menschenrechte, Entwicklungszusammenarbeit, Migration, Obdachlosenhilfe oder Drogenberatung. Geläufig sind in diesem Zusammenhang auch die Synonyme NPO (Non Profit Organisation) oder NRO (Nichtregierungsorganisation).

OECD

Ziel der Organization for Economic Co-operation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist es, eine Politik zu fördern, die das Leben weltweit sowohl wirtschaftlich als auch sozial verbessert. Im Hinblick auf dieses Ziel bietet sie ihren 34 Mitgliedsstaaten ein Forum zur Zusammenarbeit und zum Austausch von Erfahrungen und Lösungen.

Ökobilanz

Eine Ökobilanz oder auch Lebenszyklusanalyse (engl.: Life Cycle Assessment bzw. LCA) ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während ihres Lebensweges (from cradle to grave - von der Wiege bis zur Bahre) oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Verarbeitung (from cradle to factory gate - von der Wiege bis zum Fabriktor). Die Ökobilanzierung wird in der ISO Norm 14040 geregelt und besteht aus vier Phasen: Definition von Ziel und Untersuchungsrahmen, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung und Auswertung.

Ökologischer Fußabdruck

Zur Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks werden Ressourcenverbrauch und Emissionen von Regionen oder Menschen in „globale Hektar (gha)“ umgerechnet und der Biokapazität gegenübergestellt. Übersteigt der Umweltverbrauch die Biokapazität, ist der ökologische Fußabdruck zu groß, die Konsummuster und Lebensstile sind nicht nachhaltig. Im globalen Durchschnitt verbraucht bei 1,8 gha Biokapazität jeder Mensch zurzeit 2,7 gha.

Ökologischer Rucksack

Als ökologischer Rucksack wird das Gewicht der für die Herstellung eines Produktes benötigten Materialien bezeichnet, die aber in dem betreffenden Produkt nicht direkt enthalten sind, also beispielsweise Energieträger oder der Abraum bei der Förderung von Rohstoffen. Durch Effizienz wird der ökologische Rucksack kleiner.

Open Source

Bezeichnung für kostenlos nutzbare Software-Programme, deren Quellcode offen gelassen wird, so dass sie für jeden zugänglich sind und von jedem verändert und weiterentwickelt werden können.

Philanthropie

Philanthropie bezeichnet allgemein menschenfreundliches Denken und Verhalten. Ein Synonym mit stark negativer Konnotation wäre Gutmenschentum. Im Speziellen bezieht sich der Begriff häufig auf die einseitige Unterstützung von Bedürftigen, z.B. in Form von Spenden. So haben zum Beispiel viele Banken eine Philanthropie-Abteilung, die reiche Kunden dabei berät, ihre Spendenvorhaben sinnvoll umzusetzen. Von corporate philanthropy ist ebenfalls die Rede wenn Unternehmen Geld (oder auch Dienstleistungen) spenden. Im Stiftungsbereich ist damit gemeint, dass Unterstützung ohne direkte Gegenleistung stattfindet.

Pitch

Als Pitch wird die Vorstellung einer Geschäftsidee oder eines Start-Ups in sehr kurzer Zeit bezeichnet. Das Ziel ist dabei Investoren oder anderer Unterstützer, die das Unternehmen weiterbringen können, sowie neue Kunden zu gewinnen. Gutes Storytelling, das in kurzer Zeit (beim Elevator Pitch handelt es sich um ca. 30 Sekunden) alles Wichtige rüber bringt, ist dabei das A und O.

Prosument

Mit dem Begriff Prosument wird zum Ausdruck gebracht, dass Nutzer nicht mehr ausschließlich Verbraucher (Konsumenten) sind, sondern selber zu Produzenten werden und aktiv Produkte, Ideen oder Inhalte generieren.

Rebound Effekt

Technische Innovation und Effizienz senken den Ressourcenverbrauch. Die potentiellen Einsparungen können jedoch durch verstärkte Nutzung wieder kompensiert werden: Durch den geringeren Ressourceneinsatz wird das Produkt preisgünstiger, so dass es intensiver genutzt werden kann (direkter Rebound) oder aber Mittel für andere Konsumbereiche frei werden (indirekter Rebound).

Resilienz

Resilienz beschreibt die Widerstandsfähigkeit, zum Beispiel eines Ökosystems gegenüber ökologischen Störfaktoren.

Rio Erklärung

Unter der Rio-Erklärung versteht man das völkerrechtlich nicht verbindliche Ergebnis der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED. Die in Rio versammelten Staats- und Regierungschefs bekannten sich mit der Rio-Erklärung zu 27 Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung, darunter dem Schutz der Umwelt und dem Vorsorgeprinzip.

Säulen der Nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsbegriff wird oftmals auch mit einem Säulenmodell illustriert. Dabei ruht das Dach der Nachhaltigkeit auf den drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Die Argumentation (und auch die Kritik daran) verhält sich dabei analog zum Nachhaltigkeitsdreieck.

Social Entrepreneurship

Unter Social Entrepreneurship oder sozialem Unternehmertum bzw. Sozialunternehmertum versteht man eine unternehmerische Tätigkeit, die sich innovativ, pragmatisch und langfristig für einen wesentlichen, positiven Wandel einer Gesellschaft (für sog. metaökonomische Ziele) einsetzen will.

Stakeholder

Unter Stakeholder versteht man interne und externe Personengruppen, die von der unternehmerischen Tätigkeit direkt oder indirekt betroffen sind. Sie stellen somit Anspruchsgruppen dar, die legitime Ansprüche gegenüber dem Unternehmen haben - gegenwärtig oder in Zukunft. Stakeholder sind z.B. Anteilseigner (Shareholder), Gläubiger, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Regierungen, Behörden sowie Wettbewerber oder NGOs (Non Governmental Organisation).

Strong Sustainability

Bei der strong sustainability (starke Nachhaltigkeit) wird die Ökologie als Voraussetzung für jeden Nachhaltigkeitsgedanken verstanden. Menschliches Leben ist demnach ohne angemessene Rücksicht auf ökologische Belange nicht möglich.

Suffizienz

Suffizienz, also Genügsamkeit, bedeutet, durch weniger Konsum von Gütern und Dienstleistungen natürliche Ressourcen zu schonen und so zu nachhaltigen Konsummustern und Lebensstilen beizutragen. Suffizienzstrategien sind vor allem dann notwendig, wenn der Umweltverbrauch durch Effizienzstrategien nicht auf ein verträgliches Niveau für nachhaltige Entwicklung gesenkt werden kann. Nur in der Kombination von Effizienz und Suffizienz können Nachhaltigkeitsziele erreicht werden.

Traceability

Nachverfolgbarkeit von Produkten, Zulieferern oder Materialien entlang der Lieferkette. Dies unterstützt Garantie- und Gewährleistungsansprüche, aber auch Marketing und personenbezogenen Handel.

Triple Bottom Line

Mit dem Konzept Triple Bottom Line wird der Ansatz veranschaulicht, dass nachhaltige Entwicklung nur durch die gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzung der drei Säulen (Dimensionen) Umwelt, Wirtschaft und Soziales erreicht werden kann.

Upcycling

Verfahren, bei dem die Qualität oder Funktionalität eines Abfallproduktes aufgewertet wird. Dabei werden Abfallprodukte wie Plastikflaschen oder Stoffreste als Ausgangsmaterial für neue, hochwertigere Produkte, oftmals mit künstlerischem Hintergrund, verwendet.

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser ist die Menge an Wasser die bei der Herstellung eines Produktes verbraucht wird. Darunter fällt zum Beispiel das Wasser, welches bei der Rohstoffgewinnung, dem Transport oder der Verarbeitung von Materialien verbraucht wird. Dies ist oft ein beträchtlicher Teil des Wasserverbrauchs eines Landes oder einer Region und sollte deshalb stets mit in Betracht gezogen werden.

Weak Sustainability

Bei der schwachen Nachhaltigkeit können - im Gegensatz zur starken Nachhaltigkeit - Versäumnisse im ökologischen Sektor durch den verstärkten Einsatz im sozialen und ökonomischen Bereich kompensiert werden. Nur die Bilanz aller Bereiche muss hier gewissen Anforderungen genügen.