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Prinzip Lernreise – Lehrerausbildung auf reisen

Den eigenen Horizont erweitern, von anderen inspiriert werden und individuelle Lernerfahrungen machen

Startup BildungSchwerpunktSchule Berlin

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Wenn es in Deutschland Schulen gibt, die besonders gute, zeitgemäße Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen finden, dann möchten wir verstehen, wie das funktioniert.

Prinzip Lernreise

Jannis, Jakob, Pierre

Jannis Andresen: jannis@prinzip-lernreise.de

2015

Schönstedtstraße 12
12043 Berlin
Berlin, Deutschland

info@prinzip-lernreise.de

Welche Kompetenzen sollte ein guter Lehrer mitbringen? Wie kann ich individuelle Förderung in meinen Unterricht integrieren? Und was macht eigentlich eine gute Schule aus? All das sind Fragen, die sich angehende Lehrer während ihrer Ausbildung stellen. Doch die Antworten kann man weder in einem Buch nachlesen, noch in einer Vorlesung erfahren. Denn schließlich gibt es nicht die eine richtige Antwort, die man auf diese Fragen geben kann. Schließlich haben jeder Lehrer und jede Schule ganz individuelle, wertvolle Lösungsansätze.

Genau diese Ansicht vertreten auch Jannis, Jakob und Pierre, die Gründer des „Prinzip Lernreise“. Wenn es in Deutschland genügend Schulen gibt, die gute Lösungen für bestehende gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt haben, sollte man sich diese auch vor Ort anschauen, finden die drei Studierenden. Deshalb haben sie ein Format kreiert, das angehende Lehrer auf eine Reise quer durch das Land schickt, um sich gute Schulen anzuschauen. „Wir können und wollen nicht die eine richtige Antwort darauf geben, wie eine gute Schule auszusehen hat.  Jede Schule hat für sich eine ganz individuelle Lösung. Und genau diese schauen wir uns vor Ort an“, sagt Pierre.

Jannis und Pierre, zwei der drei Gründer des Sozialunternehmen Prinzip Lernreise


Im Rahmen eines Seminars an der Uni organisieren sich Studierende selbst und planen, wohin sie für zwei bis drei Wochen fahren wollen. Dabei arbeiten sie komplett selbständig – von der Terminvereinbarung mit der Schule bis hin zur Übernachtung. „Es macht einen riesigen Unterschied, ob man als Studierender in der Konsumentenhaltung ist und sich auf das verlässt, was der Dozent sagt oder ob man ins kalte Wasser springt und seine eigene Reise plant“, sagt Jannis.

Diese große Verantwortung selbst zu übernehmen, ist für viele der teilnehmenden Studierenden eine der wichtigsten Lernerfahrungen ihres Studiums – so kommen sie endlich mal aus ihrem gewohnten Umfeld heraus, können bei besonderen Schulen hinter die Kulissen schauen und erhalten Inspirationen für ihr künftiges Berufsleben.

„Viele Fähigkeiten, die man dabei lernt, braucht man später auch, um ein guter Lehrer zu sein“, sagt Jannis. Schließlich müssen sich die Teilnehmer auch überlegen, welche Schulen sie überhaupt besuchen wollen und was sie die Personen vor Ort überhaupt fragen möchten. Diese tiefgreifende emotionale Erfahrung, die man vor Ort gewinnt, kann einem ein Dozent nur schwer vermitteln.

Je Lernreise kommen ungefähr 15 bis 20 Personen zusammen. Meist sind das diejenigen, die sich mehr Verknüpfung von Theorie und Praxis im Studium wünschen. Denn schließlich bringt einem die beste Theorie zur Vermeidung von Störungen im Unterricht nichts, wenn man nicht gelernt hat, sie wirklich anzuwenden. Ein kontinuierlicher Ausgleich zwischen praktischer Anwendungsbezogenheit und abstraktem Know-how würde sowohl Schulleben als auch Hochschulstudium bereichern. Schließlich sollten Schulen nicht nur lehrende, sondern auch lernende Organisationen sein, die von den Menschen vor Ort maßgeblich mitgestaltet werden.

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