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kuchentratsch - Mit Liebe gemachte Kuchen von Oma

In einer geselligen Backstube backen Seniorinnen und Senioren leckeren Kuchen.

Clemens Binder David Freudenthal

Startup ErnährungRegionalIntegration München

Kuchentratsch UG Logo

Leckere und mit Liebe gemachte Kuchen von Oma werden bei kuchentratsch in einer geselligen Backstube von Seniorinnen und Senioren gebacken - und zwar ausschließlich mit regionalen und nachhaltigen Zutaten.

Kuchentratsch UG

Katrin Blaschke und Katharina Mayer

Katrin Blaschke und Katharina Mayer

UG

2013

Landsberger Str. 59
80339 München
Bayern, Deutschland

info@kuchentratsch.com

Omas Kuchen schmeckt am besten. Die traditionellen Rezepte, die jahrzehntelange Backerfahrung und die Liebe zum Detail lassen so manch einen Konditor alt aussehen. Aber heutzutage sind alle Familienmitglieder vielbeschäftigt und wohnen in anderen Städten. Omas Kuchen wird also viel zu selten wertgeschätzt.

Für Katrin Blaschke und Katharina Mayer war es völlig klar, dass man daran etwas ändern sollte. Seit 2013 arbeiten die beiden deswegen daran, eine Backstube mit SeniorInnen aufzubauen und wachsen zu lassen. Das Backen von Kuchen in guter Gesellschaft steht dabei für kuchentratsch im Vordergrund. Mitmachen kann jeder, der sich im Ruhestand befindet. Pro Backtag können sechs Kuchenbäckerinnen aktiv werden. Derzeit wird an drei Vormittagen pro Woche gebacken. In naher Zukunft sind mehr Backtage geplant – und möglicherweise auch Back-Nachmittage.

Die beiden Gründerinnen Katrin und Katharina (v.l.) und eine ihrer wichtigsten Ressourcen. 

Auch der Kundenkreis wächst stetig: Omas Kuchen wird zu Cateringanlässen aufgetischt, für Firmen und Cafés gebacken und auf Einzelbestellung an Privatleute verkauft. Viele sind bereits Stammkunden. Die Kuchenauswahl ist riesig – Jede Seniorin bringt eine Vielzahl an Rezepten mit, für die man sich bei der Bestellung entscheiden kann.

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, ist kuchentratsch im Frühjahr 2015 in eine neue Backstube eingezogen. Begleitet und finanziert wurde der Umzug durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne auf startnext.

Die Zutaten für die Kuchen sind regional und weitestgehend aus ökologischem Anbau. Biozertifikate und CO2-Fußabdruck? Klar, das seien, nach dem Umzug in die neue Backstube, bevorstehende Herausforderungen. Die Lieferkette ist noch ständig am Wachsen, Kooperationen mit den geeignetsten Lieferanten entstehen nach und nach. Anschließend werden die beiden Gründerinnen nach Zertifikaten und Bio-Siegeln Ausschau halten.

Katharina von kuchentratsch

Auch über die Zutaten hinaus spielt die Nachhaltigkeit eine Rolle: Die Praktikantin Vera z.B. will herausfinden, welche Verpackungsalternativen es zur derzeitigen Kuchenbox geben kann. Die ist bereits ökologisch hergestellt – aber vielleicht geht es ja noch besser.

Auf Kuchen alleine kann man kuchentratsch sowieso nicht reduzieren. Die über zwanzig  Rentnerinnen, und ein Rentner, kommen hier her, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam aktiv zu sein. So wird viel getratscht beim Arbeiten, und das Zusammensein spielt eine wichtige Rolle. So hilft kuchentratsch gegen Einsamkeit im Alter.

Katrin von kuchentratsch

Die SeniorInnen sind dabei auf 450-Euro-Basis angestellt. Die Möglichkeit sich in der Rente etwas dazuzuverdienen wird dankbar angenommen. Die Bezahlung ist den Gründerinnen wichtig. Altersarmut ist ein reales Problem in unserer Gesellschaft. Katrin und Katharina glauben aber, dass es den Mitbäckerinnen und Mitbäckern bei der Bezahlung viel mehr um die Wertschätzung und das Gefühl gebraucht zu werden geht. Und darum auch im Alter noch Teil eines „richtigen“ Unternehmens zu sein.

Wie es weitergeht? An Ideen mangelt es nicht. Der Kundenkreis soll noch größer werden. Die Produktpalette könnte über Kuchen hinaus wachsen. Außerdem gibt es da noch eine ganze Reihe weiterer Städte, in denen Omas ebenfalls gerne Kuchen backen.

 

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