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LifeShift - ein Rucksack, der Leben rettet

Das sozial Start-Up aus Kassel entwickelt den ersten medizinischen Rucksack, der Operationsbesteck nur mit Hilfe von Solarenergie sterilisiert.

Startup InnovationEntwicklungszusammenarbeit Kassel

RSO Shift GmbH Logo

Ein Rucksack aus Kassel soll Ärzte befähigen überall keimfrei operieren zu können - und das nur mit Hilfe der Sonne.

RSO Shift GmbH

Martin Reh, Philipp Odernheimer, Raphael Schönweitz

Martin Reh

GmbH

2013

Universitätsplatz 12
34127 Kassel

info@rso-shift.com

Achtung Namensänderung 
LifeShift hieß zu Anfang Rucksackspende. Wir haben den Namen an den Stellen, wo es uns möglich war ausgetauscht. 

Es gibt noch immer Länder auf unserer Welt, deren Versorgung mit sauberem Trinkwasser nicht gesichert ist. Wenn außerdem die Hygienebedingungen schlecht sind, haben Krankheiten wie Malaria und Tuberkulose beste Voraussetzungen, um sich rasant zu verbreiten. Dieses Problem will LifeShift angehen und so die Verbreitung von Infektionskrankheiten in Entwicklungs- und Katastrophenregionen minimieren. Hierzu entwickeln Philipp Odernheimer, Raphael Schönweitz und Martin Reh, die Gründer von LifeShift, den ersten medizinischen Rucksack, der Operationsbesteck nur mit Hilfe von Solarenergie sterilisiert.

Raphael, Philipp und Martin von LifeShift

Und das funktioniert folgendermaßen: Den Rucksack in das entsprechende Land bringen und auf dem Boden ausrichten. Die Solarkollektoren ausklappen, damit sie genügend Sonne bekommen und den Rucksack mit Brunnen- oder Seewasser befüllen. Der Rucksack heizt sich auf und nach kurzem Warten kann das Operationsbesteck in das obere Körbchen gelegt werden.  Auf Start gedrückt, beginnt die Reinigung und die Desinfektion. Danach wird der Inhalt des Körbchens in das untere Fach zur Sterilisation gegeben. Nach wenigen Augenblicken ist das Besteck keimfrei und kann für eine Operation genutzt werden.  

Die drei Gründer lernten sich an der Uni Nordhausen kennen, wo Raphael und Philipp als Ingenieure bereits einen Teil des Rucksackes entwickelten. Als der Wirtschaftswissenschaftler Martin dazu kam wurde schnell klar, dass alle drei die gleichen Werte und Ideale haben: Sie sind idealistische und bodenständige Teamplayer, arbeiten hart und zielstrebig an ihrem Projekt, vergessen dabei aber nicht, Mensch zu sein.

Das Gründerteam hat aktuell Zuwachs bekommen: Zwei ehrenamtliche und zwei feste Mitarbeiter greifen ihnen unter die Arme. Diese Unterstützung können Philipp, Raphael und Martin gut gebrauchen, denn das Team arbeitet mittlerweile schon an der zweiten Crowdfunding-Kampagne. Die erste und sehr erfolgreiche Kampagne brachte ihnen 40.000 Euro ein. Mit dem Geld haben die Gründer einen Prototyp entwickelt, der mittlerweile fast fertig ist. Nun will LifeShift mit einem zweiten Crowdfunding einen internationalen Feldtest finanzieren. Der Rucksack soll in Entwicklungsländern getestet werden, um die Bedienbarkeit direkt beim Anwender vor Ort zu erproben.

Der Rucksack mit ausgefahrenen Solarkolektoren. 

Beeindruckend bei LifeShift ist die Unternehmenskultur, die innerhalb des Start-Ups gelebt wird. Jeden Montag setzten sich alle Mitarbeiter zusammen und besprechen, was im Moment ansteht. Daraus kann dann manchmal auch das sogenannte „Ankotzgespräch“ werden, indem sehr offen und ehrlich über all das, was gerade stört besprochen wird. Das junge Team möchte so sicherstellen, dass das Zwischenmenschliche passt, um den Kopf frei für das Berufliche zu haben. Leistungsstark und motiviert arbeiten können die drei Jungunternehmer nur dann, wenn alle Konflikte aus der Welt geschaffen sind. Schließlich sagen sie von sich selbst, dass die intrinsische Motivation das wichtigste Gut für sie sei, um ihr gemeinsames Produkt auf den Markt zu bringen.

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