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Social Impact Lab Berlin - Das Labor der Weltverbesserer

Im Social Impact Lab bringen junge Gründer ihre Geschäftsideen zur Marktreife. Sie bekommen einen kostenlosen Arbeitsplatz und werden gecoacht.

Förderer Co-workingInnovationCoaching Berlin

Social Impact  Logo

Das Social Impact Lab Berlin ist ein Labor für Weltverbesserer. Die Initiatoren haben ein Stipendium für junge Gründer mit nachhaltigen Geschäftsideen etabliert. Sie bieten ihnen einen Co-Working-Space und ein umfassendes Coaching.

Social Impact

Norbert Kunz

Thorsten Jahnke

gGmbH

1994

Muskauer Straße 24
10997 Berlin
Berlin, Deutschland

berlin@socialimpactlab.eu

Versteckt in einem kleinen Hinterhof befindet sich mitten in Berlin-Kreuzberg ein ganz besonders Labor: Im Social Impact Lab Berlin wird nicht mit explosiven Chemikalien, sondern mit innovativen Geschäftsideen experimentiert. Drinnen herrscht eine kreative Spannung. Abgesehen vom bunten Eingangsbereich mit gemütlicher Couch ist die Einrichtung eher puristisch: An langen, weißen Tischen sitzen junge Leute und schauen angestrengt auf ihre Laptops. Auf der Rückseite eines Bildschirms klebt ein Sticker. Darauf steht „Don’t work for assholes“.  

Junge Gründer bei der Arbeit im Social Impact Lab.

Wer es rein geschafft hat, der hat sich bewusst dagegen entschieden, für besagte „assholes“ zu arbeiten und sich der guten Sache verschrieben. Das Lab ist dabei mehr als nur ein Co-Working-Space für Sozialunternehmen. Die Social Impact gGmbH, die das Lab betreibt, bietet jungen Gründern ein umfassendes Coaching-Programm. Bewerben kann sich dort jeder, der eine gute und nachhaltige Geschäftsidee hat, die er in die Tat umsetzen möchte. Alle vier Monate gibt es einen öffentlichen Pitch, dort präsentieren die zehn aussichtsreichsten Bewerber ihre Idee vor Publikum. Die besten bekommen eines der begehrten Stipendien. Sie erhalten dann zwar keine finanzielle Unterstützung, dafür aber einen Arbeitsplatz und jede Menge Know-how: Alle Gründer werden von erfahrenen Trainern unterstützt, die ihnen helfen, innerhalb von wenigen Monaten aus ihrer Geschäftsidee ein marktreifes Konzept zu formen.

Eine Auswahl der Produkte der Social Impact Lab-Gründer.

Die Coaches arbeiten dabei mit innovativen Methoden wie etwa Design-Thinking: Statt lange ein Idee auf dem Papier zu entwickeln, ermutigen sie die Gründer dazu, relativ schnell Prototypen ihrer Produkte herzustellen, die sie von ihrer Zielgruppe testen lassen. So kommen die Startups schneller zu besseren Ergebnissen. Ist das Produkt gut genug, geht es für die Gründer in die heiße Phase. Sie müssen in kurzer Zeit genügend Geld einsammeln und kräftig die Werbetrommel rühren, um ihr Produkt bekannt zu machen. Dazu bieten sich Crowdfundings an, auch weil sich so die Presse leichter mobilisieren lässt. Das Social Impact Lab ist deshalb eine Kooperation mit der Plattform Startnext eingegangen.

Das Social Impact Lab Berlin wurde von der Social Impact gGmbH ins Leben gerufen. 1994 gründeten Thorsten Jahnke und Norbert Kunz diese soziale Startup-Beratung. Bundesweit bietet Social Impact Workshops und Coachings für junge Gründer an, seit 2011 gibt es das Lab in Berlin. Das Konzept funktionierte so gut, dass es bundesweit Schule machte. Mittlerweile gibt es ein Netzwerk bestehend aus Innovationslaboren in insgesamt sechs deutschen Großstädten.

Social Impact-Geschäftsführer Norbert Kunz. (Foto: Christian Klant)

Insgesamt hat Social Impact mehr als 250 Startups in ihren Labs gecoacht. Dort haben einige inzwischen namhafte Gründer ihre Geschäftsidee umgesetzt: Etwa das Team der Flüchtlingsuniversität Kiron, die Gemüseretter von Querfeld oder die Gründer von Original Unverpackt, dem ersten verpackungsfreien Supermarkt in Deutschland.

Neben den inhaltlichen Coachings sind für die jungen Startups auch die Austauschmöglichkeiten mit anderen Stipendiaten und Lab-Alumni besonders wertvoll. Denn gerade in der Startphase kommen auf die Gründer die immer gleichen Herausforderungen und Probleme zu: Wie gehe ich am besten mit dem Finanzamt um, wenn ich mein Startup gemeinnützig machen will? Bei welchen Gründerwettbewerben kann ich mich bewerben? Wie bin ich mit meinem Crowdfunding erfolgreich? Bei solchen Fragen hilft der gemeinsame Austausch mit Menschen, die den Gründungsprozess schon erfolgreich durchlaufen haben. Sie können hilfreiche Tipps geben und Mut machen, wenn es mal Probleme gibt.

Auch wenn Social Entrepreneurship wahrscheinlich nie das klassische kapitalistische Wirtschaftssystem ersetzen wird, stimmt ein Besuch im Social Impact Lab optimistisch. Dort entstehen Leuchtturm-Projekte mit großer Strahlkraft. Die sozialen Startups, die dort wachsen, zeigen, dass es auch anderes geht. Sie beweisen, dass man auch erfolgreich sein kann, ohne ein „asshole“ zu sein.

 

 

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