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Useley – leihen statt kaufen

Früher hat sich jeder den Bohrer bei den Nachbarn geborgt oder einfach gleich neu gekauft – heute gibt es useley.

Startup SharingLebenszyklusVerantwortung München

useley Logo

Useley ist das Airbnb für Produkte, eine Plattform, auf der du Kameras, Bohrmaschinen oder Spielkonsolen von anderen mieten kannst. Sie bieten einen günstigen Zugang zu versicherten Produkten und helfen gleichzeitig Ressourcen zu sparen.

useley

Mark Kugel, Pascal Fritzen, Lucy Ivanova

GmbH

2015

Buttermelcherstraße 16
80469 München
Bayern, Deutschland

contact@useley.com

GoPros, Canon-Spiegelreflexkameras, Playstations, ein Fondue und noch viel, viel mehr stapelt sich in einem Hinterhof des Münchner Glockenbachviertels. Die Auswahl hat sich in den letzten Monaten um einiges vervielfältigt, dabei gehört dem jungen Startup das alles gar nicht. Denn useley ist eine Plattform zum Leihen und Verleihen – dabei sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. „Wir haben sogar schon eine Anfrage bekommen, ob wir Vibratoren verleihen“, sagt Mark Kugel, Mitgründer von useley. Abgesehen von ein paar schrägen Anfragen, gibt es aber bei useley eher Dinge, die sich der Normalverbraucher nicht kaufen würde, da er sie zu selten braucht, wie eine Bohrmaschine oder eben eine Go-Pro.

Gerade Kameras kommen bei den Nutzern von useley gut an.

Die Idee der drei Studenten Mark Kugel, Pascal Fritzen und Lucy Ivanova ist nicht ganz neu, dafür aber erfolgreich und durch den Trend der Share Economy genau am Puls der Zeit. Den Erfolg verdankt das junge Sozialunternehmen gut durchdachten Umfragen auf der Straße: Würdest du etwas verleihen? Was würdest du verleihen? Was würde dich davon abhalten? Das Ergebnis war eindeutig. Die Leute wissen oft nicht, was sie verleihen könnten, haben Angst vor Schäden und davor, dass die Übergabe zu umständlich ist. Hier setzt useley an. Verleiher sind komplett versichert, wer ausleiht muss einen Eigenanteil zahlen. Das Produkt holen sie persönlich ab, regeln die Übergabe und bringen es auch wieder zurück. Anfangs verlief die Ausleihe noch etwas schleppend, doch mittlerweile kann sich das Team über Zahlen im dreistelligen Bereich freuen. Mit den Bestellungen, ist dann auch das Team gewachsen. Neben den Gründern, helfen bis zu drei Werkstudenten und Praktikanten aus.

v.L.n.R. Zwei der Gründer von useley: Pascal Fritzen und Mark Kugel

Noch gibt es das Startup nur in München und es muss sich mit Hilfe von Investoren finanzieren, doch sind sie zuversichtlich, dass das Projekt weiter wächst. Kennen gelernt haben sich die Gründer im zweijährigen, interdisziplinären Zusatzstudiengang des CDTM (Center for Digital Technology and Management), ein Institut der TU und LMU München. „Wir wollen nicht in einer Nische verschwinden, sondern eine breite Masse an Leuten erreichen“, sagt Mark. Gerade deswegen seien sie nachhaltig. Denn indem sie ihren Nutzern ein Erlebnis bieten, dass sie sonst nicht gehabt hätte, wird gleichzeitig ein Produkt weniger gekauft und somit eine Menge an Ressourcen eingespart. Die häufigere Nutzung führt so zu einem erheblich leichteren ökologischer Rucksack. Für die Zukunft hat sich useley noch so einiges vorgenommen: Übergabestationen in ganz München, eine größere Produktpalette und das Konzept in anderen Städten zu etablieren.

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