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Social Entrepreneurship als Ökosystem

Wie ein Netzwerk aus Personen und Organisationen ein komplexes Beziehungsgefüge mit wechselseitiger Interaktion bildet.

UmfeldNetzwerk

Wie lässt sich Social Entrepreneurship als Ökosystem betrachten?

Die Idee soziale Ziele mit unternehmerischen Methoden zu verfolgen, ist nicht neu. Lange waren die treibenden Kräfte des sozialen Wandels allerdings auf sich selbst gestellt. Erst in den letzten Jahren hat sich ein starkes Netzwerk aus Personen und Organisationen gebildet, die sich unter dem Begriff Social Entrepreneurship zusammenfinden: Gründer, Unternehmer, Investoren, Stiftungen, Hochschulen, Interessensnetzwerke, Kongresse, Coworking Spaces, Internetplattformen – und viele mehr.

So unterschiedlich die verschiedenen Mitglieder der Social-Entrepreneurship-Szene auch sein mögen, es gibt einige Merkmale, die alle verbinden. Man kann sich diese Szene vorstellen wie ein Ökosystem: Ein komplexes Beziehungsgefüge von Organismen, die in wechselseitiger Interaktion für spannende Dynamiken sorgen. Wie in jedem Ökosystem gibt es darin Knotenpunkte, an denen viele Adern zusammenlaufen und reger Austausch zwischen den Akteuren stattfindet. Es gibt Wirkungsketten und Regeln, die beschreiben, wie die einzelnen Akteure interagieren (können). Ebenso gibt es Ressourcen, für und um die gekämpft wird.

Ressourcen – die Währungen der Social Entrepreneurs

1. Impact

Einer der Werte, die alle Akteure verbindet, ist das Ziel, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern. Zwar bringt jeder eigene Vorstellungen mit, wie die Welt von morgen aussehen sollte, und es gibt viele verschiedene Ideen, welche Probleme wie angegangen werden können, aber letztlich arbeiten alle auf das gleiche Ziel hin. Weitgehende Einigkeit herrscht darüber, dass die Menschheit vor großen globalen Herausforderungen steht, wie ökologischen Megatrends, gesellschaftlichen Megatrends oder technologischen Megatrends, die nur gemeinsam gelöst werden können.

Im Gesamten lässt sich dieser eingeforderte gesellschaftliche Wandel nicht immer einfach definieren, geschweige denn messen. Das liegt zum einen daran, dass Sozialunternehmer meist neues Terrain betreten und Veränderungen keiner klar vorgegebene Richtung folgen, sondern manchmal auch widersprüchlich sind oder im Kreis verlaufen. Zum anderen existieren verschiedene sinnvolle Lösungen, die parallell zum gleichen Ziel führen können. Es gibt also keinen vorgegeben Trampelpfad durch das Dickicht des gesellschaftlichen Wandels. Helfen zwei Hektar Regenwald, die vor der Rodung bewahrt wurden, der Menschheit mehr – oder zwei zusätzlich gewonnene Ausbildungsplätze? Diese Fragestellung ist so komplex, dass man sich kaum traut eine Antwort zu geben. Das ist an dieser Stelle aber vielleicht auch noch gar nicht nötig.

Es gibt jedoch einen Ansatz, wie die Wirkung der Handlungen einer Organisation, also das Zutun eines Akteurs zu einem gesellschaftlichen Wandel gemessen werden kann. Unter Social Entrepreneurs hat sich dafür der Begriff Impact durchgesetzt. Es gibt verschiedene Methoden wie sich der Social Impact messen und so in Zahlen ausdrücken lässt.

Impact ist prinzipiell unbegrenzt verfügbar. Solange eine Gesellschaft vor relevanten Problemen steht, ist das Wirken von Akteuren notwendig, um zu Lösungen zu gelangen, und eben dieses Wirken wird als Impact bezeichnet. Das bedeutet, dass selten um Vorrechte für Impact gekämpft wird - denn im Ökosystem „Social Entrepreneurship“ kämpfen alle miteinander zusammen für die Veränderung der Gesellschaft.

Auf ein einzelnes Ziel bezogen ist Impact oft vergleichbar. Zum Beispiel lässt sich messen, welche von zwei Organisationen mehr Jugendlichen einen Ausbildungsplatz verschafft. Diese Erkenntnis macht es möglich, dass andere relevante Ressourcen sinnvoll, d.h. in Abhängigkeit von der Wirkung, verteilt werden. Während in der Ideenphase z.B. Wettbewerbe unter Berücksichtigung des potentiellen Impacts für diese Verteilung sorgen, hängen Förderungen zu späteren Phasen fast immer von Wirkungsnachweisen ab.

2. Geld

Für das Erreichen von Impact steht Sozialunternehmen eine Bandbreite an Finanzierungs-Bausteinen bereit. So reichen Geschäftsmodelle von Spenden und Förderungen über Bürgerbeteiligungen bis hin zu klassischen Umsätzen durch den Verkauf von Produkten. Mit den klassischen Entrepreneurs wird dabei geteilt, dass Ziele mit unternehmerischen Methoden erreicht werden sollen – und damit ist der Social Entrepreneur Teil des vorherrschenden Marktsystems.

Nicht allen sozialen Gründern ist der Gedanke lieb, dass Geld die Welt regiert. Im Selbstverständnis der Social Entrepreneurs ist schließlich fest inbegriffen, dass die reine Profitmaximierung nicht ausreicht, um die Welt von morgen zu erschaffen. Gleichzeitig verstehen Social Entrepreneurs, dass es neben reiner Profitsteigerung auch einen sinnvollen und notwendigen Umgang mit Geld geben muss. Ausreichend finanzielle Mittel bedeutet Handlungsfähigkeit im Markt und erst diese ermöglicht den Beitrag zu einem sozialen Wandel.

Geld ist begrenzt und dementsprechend hart umkämpft. Verteilungskämpfe werden über Wettbewerbe, Investorensuche und Marktfähigkeit ausgetragen. Zu einer erfolgreichen gesellschaftlichen Innovation gehört eben auch der Weg zur finanziellen Nachhaltigkeit. Und somit ist Geld für Social Entrepreneurs eine zentrale Ressource – als Mittel zum Impact.

3. Bekanntheit, Kommunikation und Transparenz

Bekanntheit ist ein zweischneidiges Schwert. Zu früh zu große Versprechen gemacht zu haben kann sich mit schweren Rückschlagen rächen. Andererseits liegt hier der Schlüssel zu einer erfolgreichen Skalierung guter Ideen: Je mehr Leute von einem Projekt wissen, desto einfacher lassen sich Netzwerke aufbauen, Unterstützer und Kunden werben, und nicht zuletzt Mitarbeiter finden.

Sozialunternehmer maßen sich an, mit ihrem Vorhaben die Welt ein Stück zu verbessern. Das finden natürlich alle toll — insbesondere diejenigen, die von den Verbesserungen profitieren sollen. Geschickt ist, wer das klar in seiner Marketingstrategie kommuniziert. Dem Kunden, den Partnern und den Förderern muss bewusst sein, dass ein Social Start-Up Dinge in der Gesellschaft verändern kann, die sonst keiner angeht. So kann diese soziale Mission beim Erwerb der anderen relevanten Ressourcen signifikant unterstützen, wie z.B. beim Crowdfunding oder beim Zugang zu spezifischen Netzwerken.

Moralische Versprechen gehen aber, wie oben angedeutet, mit einer großen Verantwortung einher. Unternehmen, die ihre Glaubwürdigkeit verlieren, sei es durch intransparente Machenschaften oder durch leere Behauptungen, haben es schwer ihren Ruf anschließend wiederherzustellen. Deshalb gilt es unbedingt Greenwashing zu vermeiden.

Das Ökosystem akzeptiert nicht, dass die Moralkeule für finanzielle Eigeninteressen missbraucht wird. Einige Akteure haben deshalb die Aufgabe, Transparenz zu schaffen und Bekanntheitsboni für diejenigen zu verteilen, die auf dem Weg sind gesellschaftliche Wirkung zu erzielen – und diejenigen zu bestrafen, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Weltverbesserer auftreten. Beispiele sind das Wirtschaftsmagazin enorm, das hauptsächlich Positivbeispiele (kritisch) darstellt, sowie das Schwarzbuch Markenfirmen, das die Negativfolgen von Konzernen an den Pranger stellt.

Transparenz ist damit unter Social Entrepreneurs ein wichtiger Wert und die Voraussetzung für Bekanntheit sowie gute Schlagzeilen in der Szene – ebenso wie in der gesamten Öffentlichkeit.

4. Zeit, Commitment und Vernetzung

Was könnte man alles erreichen, wenn man nur die Zeit dazu hätte! Das Thema Zeit ist in jedem Gründungskontext relevant, und für Sozialunternehmer ganz besonders. Viele Geschäftsmodelle ermöglichen keinen Bootstrap-Ansatz, bei dem von Beginn an Gewinn erzielt wird, sondern verlangen viel Vorarbeit, bis der Zeitpunkt erreicht wird, ab dem man als Gründer von seinem Unternehmen leben kann. Viele Social Entrepreneurs gründen deswegen parallel zu einer anderen Tätigkeit, die ihnen den Lebensunterhalt ermöglicht. Zeit ist daher oft ein stark limitierender Faktor für viele Social Entrepreneure.

Die meisten Gründungen finden im Team statt. Gute Absprachen, die nötigen Routinen und die geeigneten Werkzeuge für erfolgreiche Teamarbeit, oft verteilt über verschiedene Städte, müssen erst gefunden werden, und das gelingt selten auf den ersten Versuch. Learning by Doing ist wichtig und charakteristisch für junge, dynamische Gründerteams, aber Unerfahrenheit kann auch einer ihrer größten Schwachpunkte sein. Ein hochmotiviertes Team, das sich gemeinsam dem Erreichen eines Ziels verschrieben hat und dafür holprige und steinige Strecken in Kauf nimmt, ist eine unersetzbare Ressource.

Unterstützung beim Erreichen von Zielen bekommen Sozialunternehmen manchmal leichter als Just-for-Profit-Gründungen. Irgendjemand im Bekanntenkreis kennt sicherlich einen Coach, einen Grafiker, einen Finanzexperten, der für die gute Sache einen Nachmittag mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Das Annehmen solcher Gefälligkeiten erfordert allerdings viel Feingefühl: Selbstverständlich ist kostenlose Unterstützung nie!

Ein gutes Netzwerk beschränkt sich natürlich nicht nur auf den Bekanntenkreis, sondern ist vor allem darüber hinaus wertvoll. Vergessen darf man dabei jedoch nicht, dass das Pflegen von Netzwerken sehr zeitaufwendig sein kann – und die Ressource Zeit ist ebenso zentral wie rar.

Einige der zentralsten Ressourcen wurden nun vorgestellt – aber wer sorgt für die Dynamik?

Akteure und Netzwerke im Ökosystem

A. Gründer und Sozialunternehmer

Diejenigen, die selbst ein Vorhaben umsetzen, bringen die meiste Bewegung in das Ökosystem. Sozialunternehmer sind die Protagonisten der Szene, denn ohne sie würde letztlich niemand von Social Entrepreneurship sprechen.

Es gibt viele Gründe, den unternehmerischen Weg zum Verändern des gesellschaftlichen Status Quos zu wählen – oder beim Gehen eines unternehmerischen Weges gleichzeitig etwas am Status Quo zu verändern. Dementsprechend vielfältig sind die Motivationen und Hintergründe der einzelnen Gründer.

Ein Unternehmen zu gründen ist ein Vorhaben voller Risiken, Ungewissheiten und zu lösender Problemen. Manche Gründer haben Vorerfahrungen und wissen was auf sie zukommen kann; viele springen ins kalte Wasser. Scheitern kann man in beiden Fällen, aber viel wichtiger: Immer wieder gelingt es Sozialunternehmern Projekte ins Leben zu rufen, die einem Problem der Gesellschaft eine Lösung gegenüberstellen, sich selbst tragen können, und im besten Fall weiter wachsen.

Die höchsten Erfolgschancen haben Gründer, die sich Unterstützung holen. Die meisten Akteure des Ökosystems haben (unter anderem) die Aufgabe, den Sozialunternehmer in seinem Vorhaben zu stärken, ihm Risiken abzunehmen und beratend zur Seite zu stehen.

B. Stiftungen

Stiftungen und Sozialunternehmer haben miteinander gemein, dass sie Problemen der Gesellschaft durch innovative und not-for-profit Ansätze begegnen. In Struktur und Handlungsweise unterscheiden sich Stiftungen allerdings grundlegend von Sozialunternehmen. Sie verfügen über ein festes Stiftungsvermögen, das von einem oder mehreren Stiftern stammt und dessen Erträge zur Umsetzung des festgelegten Stiftungszwecks ausgegeben werden. Auch wenn in vielen Stiftungen unternehmerisches Handeln geschätzt wird, ist die Motivation einer Stiftung stark philanthropisch geprägt. 

Es können fördernde und operativ tätige Stiftungen unterschieden werden. Erstere fördern mit ihren Mitteln Dritte, um so dem Stiftungszweck gerecht zu werden, während letztere eigene Projekte betreiben.

Diagramm Stiftungszwecke

Aktuell existieren über 19.000 Stiftungen in Deutschland. Die Grafik zeigt verschiedene thematische Ausrichtungen von Stiftungen und deren jeweilige Anteile. Nicht für jedes Sozialunternehmen kommt jede Stiftung als Förderer oder Partner in Frage.

Während sich je nach thematischer Ausrichtung eines Vorhabens manche Stiftungen eher anbieten als andere, gibt es einige Stiftungen, die sich ganz explizit mit dem Thema Social Entrepreneurship auseinandersetzen.

C. Förderer entlang der Ideenphase

Neben Stiftungen gibt es eine Vielzahl weiterer Förderer, die in den verschiedenen Phasen unterschiedliche Arten von Förderung bereitstellen. Sinnvoll unterscheiden lassen sich die Ideenphase, die dem Ausprobieren verschiedener Lösungsideen dient, die Entwicklungsphase, in der aus einer Idee eine marktfähige Lösung wird, und die Umsetzungsphase, in der die erprobte Lösung nach Umsetzung und Verbreitung strebt.

In der Ideenphase geht es den Förderern um die Selektion tragfähiger Modelle. Oft geschieht das über Ideenwettbewerbe. Solche Wettbewerbe sind für Start-Ups oft eine gute Möglichkeit an eine Frühphasen-Förderung zu kommen. Diese beinhaltet gewöhnlich Beratungs- und Qualifikationsangebote, sowie eine finanzielle Förderung zum Erstellen eines ersten Prototypen. Auch der Zugang zu Netzwerken ist als Gewinner eines Wettbewerbs häufig einfacher.

D. Netzwerke, Plattformen, Communities

Die Entwicklung eines Prototyps ist manchmal langwieriger und aufwendiger als zu Anfang vermutet. In den letzten Jahren sind komplette Studiengänge entstanden, die auf die Gründung von Sozialunternehmen vorbereiten. An Gründerzentren der Universitäten finden sich dementsprechend viele Programme, die genau in dieser Phase unterstützen, z.B. mit Arbeitsräumen und Weiterbildungen.

In den meisten größeren Städten haben sich darüber hinaus HUBs, Co-Working-Spaces und Vor-Ort-Communities gebildet, wie z.B. das Social Impact Lab Berlin oder das Impact HUB München. Viele Communities bieten eigene Wege der Förderung an. Aber selbst wenn diese nicht in Frage kommen, finden sich dort viele Akteure zusammen, die Erfahrungen, Kontakte und Ideen austauschen können. Kooperation und Austausch ist im Sozialunternehmertum besonders relevant und verbreitet, denn im Unterschied zu traditionellen und meist in Konkurrenz stehenden Unternehmern oder Start-Ups stehen gemeinsame Ziele und Werte über Konkurrenzdenken.  

Eine dritte Möglichkeit sich zu vernetzen stellt das Internet bereit. Reine Online-Netzwerke bieten bisweilen weniger konkrete Förderungsangebote, haben dafür aber andere Vorteile: Stark themenspezifische Interessen finden hier schnell zusammen. Ebenso bietet das Internet eine enorme Reichweite. Crowdfunding-Plattformen sind ein gutes Beispiel dafür.

 

Quellen
  • Die Stiftung Spezial, Dezember 2012. Special: Social Entrepreneurship.

  • Bundesverband Deutscher Stiftungen (2012). StiftungsReport 2012/13 —  Auftrag Nachhaltigkeit.

  • Die Stiftung Spezial, Juni 2013. Special: Social Entrepreneurship.

  • HSS (2013). Positionen Stiftungen und Social Entrepreneurship.

  • KfW (August 2013). Social Entrepreneurship in Deutschland: Potentiale und Wachstumsproblematiken.

  • Volkmann, C.K. et al. (2012). Social Entrepreneurship und Social Business: An Introduction and Discussion with Case Studies. Springer: Wiesbaden.

  • Sprinkart, K.-W. et al. (2014). Fair Business: Wie Social Entrepreneurs die Zukunft gestalten. Walhalla Fachverlag: Regensburg.

 

 

Die Vielzahl an Akteuren ist unüberschaubar. Viele Organisationen haben sich auf bestimmte Domänen spezialisiert. Hier sind einige der bekanntesten aufgelistet – und bieten vielleicht eine Starthilfe beim Eintauchen in das Ökosystem.

Stiftungen / Förderer

Communities vor Ort

  • Impact HUB: Community, Workspace und Events für sozialorientierte Unternehmer. Weltweites Netzwerk – im deutschsprachigen Raum in München, Berlin, Wien und Zürich. Auf der Karte findet ihr alle Impact Hubs weltweit.
  • Social Impact Lab: Plattform für Social Entrepreneurs, Freelancer und Unternehmen rund um das Thema Social Entrepreneurship. Dependancen gibt es in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Leipzig und Potsdam.
  • Social Lab Köln: Gründungszentrum für Social Entrepreneurs und Initiativen im Bereich Schule & Bildung. 

Ausbildung und Forschung

Presse, Konferenzen, Plattformen

Wettbewerbe

Initiatoren hinter der im Jahr 2010 gegründeten Social Entrepreneurship Akademie dahinter sind die Gründerzentren der vier Münchner Universitäten. Oliver Beckmann, Leiter der Qualifizierung bei der SEA, ist stolz sagen zu können, dass bei ihnen die Sozialunternehmer von morgen ausgebildet werden. Wie kann man sich das vorstellen?

Zu den Angeboten zählen das Zertifikatsprogramm Gesellschaftliche Innovationen, in dem Studierende aller Fachrichtungen in einem zweijährigen Zertifikatslehrgang in Social Entrepreneurship und Intrapreneurship (dem Weitertragen des sozialunternehmerischen Gedankens in bereits etablierte Unternehmen) qualifiziert werden.

Ferner veranstaltet die SEA jährlich stattfindende Global Entrepreneurship Summer School in München. Hier entwickeln ca. 35 internationale Teilnehmer eine Woche lang Geschäftsideen zur Lösung von globalen sozialen und ökologischen Herausforderungen.

Vorzüge der akademischen Netzwerkorganisation liegen darin, einen direkten Zugriff auf die Studenten- und somit  potentiellen Gründern zu bekommen. Andererseits pflegt die Social Entrepreneurship Akademie auch Kontakte zu anderen europäischen Institutionen und Stiftungen, die sich mit dem Thema „soziales Unternehmertum“ beschäftigen. So können Projekte und Startups in diesem Bereich mit wichtigen Geldgebern und anderen fördernden Akteuren zusammengebracht werden.

Ideen-Scouting und Gründungsberatung in allen Phasen einer sozialen oder ökologischen  Existenzgründung sind eine weitere Kompetenz. Die Gründungsförderung und -beratung ist nicht auf Studierende und Angehörige der Hochschulen beschränkt. Die Social Entrepreneurship Akademie bietet Unternehmen, Stiftungen und anderen Organisationen Beratung beispielsweise zu den Themen Social Reporting Standard (SRS), Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility (CSR) an.

Gemeinsam mit der Vodafone Stiftung Deutschland schreibt die Social Entrepreneurship Akademie das Förderprogramm Act for Impact aus. Es richtet sich an  Sozialgründer, die mehr Chancengleichheit im Bereich Bildung und Integration schaffen und stellt den höchstdotierten Förderpreis in diesem Bereich in Deutschland dar.

Das achtköpfige Team der Akademie arbeitet selbst wie ein interdisziplinäres Startup: In den Bereichen Qualifizierung, Gründungsförderung und Netzwerk arbeiten Menschen mit ganz verschiedenen professionellen Vorerfahrungen und Wissensschwerpunkten zusammen.

 

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