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fairafric – Naschen für den guten Zweck

fairafric stellt die fairste Schokolade der Welt her. Wie? Indem sie die „Speise der Götter“ komplett in Ghana produzieren.

fairafric

Startup ProduktionTransparenzVerantwortung München

fairafric Logo

Das Start-Up fairafric produziert faire Schokolade in Ghana - von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade. So bleibt die gesamte Wertschöpfung im Land und schafft mehr Arbeitsplätze, Einkommen und Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürdorge.

fairafric

Hendrik Reimers

Hendrik Reimers; Tel.: 0152 2921 2146

GmbH

Augustenstraße 71
München
Bayern, Deutschland

info@fairafric.com

116 Tafeln Schokolade pro Jahr isst der Deutsche im Durchschnitt. Damit liegt der Konsum hierzulande noch über dem der Schweiz. Doch die Basis für Schokolade, die Kakaobohne, kommt ganz woanders her. Ursprünglich wuchs der Kakaobaum im nördlichen Südamerika, sowie in Mittelamerika. Die Frucht wurde von den Maya und Azteken auch als „Speise der Götter“ bezeichnet. Mittlerweile hat sich die Produktion aber vor allem nach Westafrika verschoben – etwa 70 Prozent der Kakaobohnen kommt aus diesen Regionen, mit der Elfenbeinküste und Ghana an der Spitze. Das Problem: Der Preis für die Kakaobohnen ist so niedrig, dass viele Bauern ums Überleben kämpfen müssen – nicht nur die konventionellen Bauern, sondern auch die, die nach Fairtrade arbeiten.

Kakaoplantage in Ghana.

Die Schokolade von fairafric kommt aus Ghana, aber eben: nicht nur die Kakaobohnen, sondern die gesamte Schokolade. Der Gründer des Start-Ups, Hendrik Reimers, ist ein bekennender Schokoladenliebhaber, ein Hobby-Chocolatier und Afrikafan. Nach seinem BWL-Studium hat er erst eine ganz klassische, betriebswirtschaftliche Karriere gemacht und hat bei großen Firmen wie SAP und IBM gearbeitet. Seit Anfang 2016 ist auch Marc Schiff-Francois im fairafric-Team. Früher brachte er noch Fahrräder an den Mann, jetzt Schokolade. Beide haben sich von ihrem ursprünglichen Themenbereich abgewandt, um etwas zu machen, das einen Mehrwert schafft.

Auf die Idee mit der Schokolade kam Hendrik als er ein Jahr mit seiner Freundin in Kairo lebte. Von dort aus unternahm er viele Reisen durch Afrika. Als er eine Zeit bei einer Kaffee-Kooperative in Uganda verbrachte, merkte er, wie sehr das die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbesserte. Wäre das nicht auch mit Kakao und Schokolade möglich? Diese Idee ließ ihn nicht mehr los. Zurück in Deutschland arbeitete erst noch einmal bei einem Software-Start-Up, um sich ein Startkapital zusammenzusparen. Nebenher baute er seine Kontakte in Afrika aus und machte in seiner Küche in München Experimente mit eigens hergestellter Schokolade – von der Kakaobohne bis zur Tafel.

Gründer Hendrik (li.) und Marc Schiff-Francois (re.).

In Ghana fand Hendrik Ende 2015 ein halbstaatliches Unternehmen, dass auch Schokolade produzierte – kleine, 20-Gramm-Täfelchen thermoresistenter Schokolade für den lokalen Markt. Hendriks Idee: die Schokolade vor Ort zu produzieren, damit mehr von der Wertschöpfungskette im Land bleibt. Denn der Gewinn an der Schokolade, 70 Prozent um genau zu sein, bleibt normalerweise bei den Schokoladenproduzenten. Die Kakaobauern bekommen weniger als zehn Prozent des Preises einer verkauften Schokolade. Selbst die Fairtrade-Zertifizierung bringt den Bauern nur wenige Cent mehr ein als der Verkauf von konventionellen Kakaobohnen.

Die erste Kickstarter-Kampagne von fairafric war mit 900 Unterstützern ein voller Erfolg und im August 2016 konnte die erste Charge an dunkler Schokolade produziert werden. Hendrik sieht sich und sein Team als Mittelsmänner an. Vor Ort arbeiten nur Ghanaer und die Kakao-Kooperative hat sogar eine Frauenquote von 50 Prozent. fairafric hilft ihnen, einen Fuß in den westlichen Markt zu bekommen, der ihnen sonst versperrt wäre. Mittlerweile hat das Start-Up eine so große Fangemeinde, dass sie im April 2017 eine zweite Kickstarter-Kampagne gestartet haben. Das Ziel von 20.000 Euro wurde mit dem Ergebnis von 49.222 Euro bei Weitem überschritten. Somit kann die Produktion von sechs neuen Sorten losgehen.

Wie schwierige die wirtschaftliche Situation in Ghana ist und was Hendrik dazu bewegt hat Chocolatier zu werden, erfahrt ihr im Interview mit fairafric.

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