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buntkicktgut im Interview

Über Social Franchise, Finanzierungsmöglichkeiten eines Integrationsprojektes und Straßenfußball im Viertel

Startup IntegrationGesellschaft München

Welcher Junge liebt es nicht, stundenlang mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz zu kicken? Aufgeschürfte Knie gehören da genauso dazu wie verlorene Zweikämpfe. Dass man die Jungs mit einem, notfalls auch zerfetzten Ball, genau am richtigen Nerv treffen kann, dachte sich auch Rüdiger Heid, Leiter und Gründer der Initiative buntkicktgut. Dieses Potenzial nutzt er, gemeinsam mit seinem Team, seit zwanzig Jahren, um Kinder und Jugendliche dazu zu animieren, sich größtenteils selbstorganisiert zum Bolzen mitten in der Stadt zu treffen. Unabhängig von Herkunft und gesellschaftlichem Stand. Wir haben Julian Buning, Geschäftsführer und Koordinator für neue Standorte der buntkicktgut gGmbH, und Rüdiger Heid getroffen, um sie genauer zu ihrem Projekt zu befragen.

Warum nutzt ihr gerade Fußball als Integrationsmaßnahme?

Rudi: Los ging es in den 90ern, als durch den Jugoslawienkrieg viele Geflüchtete nach Deutschland kamen. In dieser Situation war Fußball genau das richtige Mittel zur Integration. Sprachliche Barrieren spielen hier keine Rolle, jeder Spieler weiß, wie Fußball funktioniert und außer einem Ball braucht man kaum zusätzliches Material. Die Kids gieren richtig nach dem Fußball und dem Spiel, sie stacheln sich an und wollen sich messen, sowohl Jungs als auch  Mädels. Der Sport wird dabei zum Instrument, ihnen Verantwortung zu übergeben. Ganz nach dem Motto, „Vor dem Ball sind alle gleich“ wurde mir schnell klar, dass ich mit Fußball sehr viel bewegen kann.

Julian Buning, Geschäftsführer und Koordinator bei buntkicktgut

Wie ist buntkicktgut entstanden?

Rudi: Das Grundkonzept gibt es schon seit knapp 20 Jahren, damals wurde das Team der „Harras Bulls“ gegründet. Seit dem hat sich das Projekt ständig weiterentwickelt: Um auch gegen andere Mannschaften spielen zu können, wurde bald der Ligabetrieb aufgenommen. Hier sind die Kids die Macher. Sie organisieren die Spieltage, haben die Möglichkeit an Schulungen teilzunehmen, Referees zu werden und sie bauen als Street Football Worker neue Teams auf. Somit gibt man den Kindern das Gefühl, dass sie als aktive Teilnehmer im gesamten Projekt „buntkicktgut“ gebraucht werden.

Auszeichnung durch den Bundespräsidenten

Im August 2002 erhielt buntkicktgut im Schloss Bellevue in Berlin vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau den ersten Preis des Integrationswettbewerb „Auf Worte folgen Taten“.

Wie finanziert sich das Projekt?

Julian: Durch eine Mischfinanzierung. Uns unterstützen viele unterschiedliche Stiftungen, aber auch Unternehmen, die sich im Bereich „Corporate Social Responsibility“ schon seit mehreren Jahren engagieren.

Rudi: Ursprünglich haben wir uns rein über städtische Mittel finanziert. Etwas später kamen Preisgelder hinzu, wie etwa durch die Auszeichnung des Bundespräsidenten. Aber auch Spenden und kleine Sponsoring-Verträge haben das Budget über die Zeit aufgestockt.

Also habt ihr keine finanziellen Sorgen?

Rudi: Doch ständig. Wir wachsen und wachsen, besonders in Zeiten wie heute, durch die Flüchtlingskrise. Deshalb brauchen wir natürlich auch mehr Geld. Weil wir auch mit der Stadt München und sozialen Trägern zusammenarbeiten, werden wir von diesen unterstützt. So bezahlt uns zum Beispiel die Caritas ein paar Trainerstunden für unsere Trainingseinheiten in Flüchtlingsunterkünften, die von unseren geschulten „Street Football Workern“ durchgeführt werden. Diese Einnahmen decken aber beispielsweise nicht die Finanzierung einer Koordinations- und Organisationsstelle. Zur Organisation des Projektes ist die aber dringend notwendig.

Julian: Wir haben kein starres Finanzierungsmodell. Die 35 Trainingseinheiten für Flüchtlinge in München stellen wir derzeit zum Beispiel teilweise der Diakonie oder der Stadt in Rechnung.

Dann wart ihr von Beginn an gar kein gewöhnliches Startup?

Rudi: Einen klassischen Startup-Prozess haben wir über die Jahre nicht verfolgt. Das kam erst im Laufe der Zeit, als wir uns von einer kleinen, sozialen Integrationsmaßnahme zu einem großen Leuchtturm-Projekt der Stadt München entwickelt haben. Inzwischen ist buntkicktgut im Handelsregister als gemeinnützige GmbH eingetragen.

Julian: Das Social-Business-Prinzip betrifft vor allem unsere neuen Standorte. Gleichzeitig haben wir über die Jahre unterschiedliche Geschäftsbereiche identifiziert, die wir in München testen und auf andere Standorte übertragen können. Diese Geschäftsbereiche sind zum Beispiel Trainingsangeboten geschulter Trainer mit Migrations- oder Fluchthintergrund, aber auch Workshops für interkulturelle Kompetenzbildung.    

Social Franchise 

Social Franchise funktioniert im Grunde wie kommerzieller Franchise, mit dem Unterschied, dass es gemeinwohlorientierte Zwecke verfolgt. Das bedeutet in der Praxis, dass ein soziales Projekt von einem Franchisenehmer übernommen wird, um die Reichweite des erprobten Modells, in Verwendung des Markennamens, zu erhöhen. 

Möchtet ihr buntkicktgut als „Social Franchise“ weiterentwickeln?

Rudi: Grundsätzlich ist für uns „Social Franchise“ ein wichtiges Schlagwort. Trotz alle dem ist es uns wichtig, für jeden Standort individuell die passende Form zu finden. Uns liegt es am Herzen, die Grundqualität des Angebots buntkicktgut überall zu gewährleisten. Ableger, wie sie in der Schweiz oder in Dortmund zu finden sind, haben die Auflage die gleiche Idee und Philosophie, wie die Dachorganisation in München, zu verfolgen.

Julian: Wir suchen dabei einen Kompromiss zwischen Standardisierung und Individualisierung: Die lokalen Ableger von buntkicktgut müssen zwar unsere Qualitätsanforderungen erfüllen, wir geben ihnen aber genügend Freiheiten, um sich an die Bedürfnisse vor Ort anzupassen.

Julian Buning & Trophäen im buntkicktgut Büro

Wie organisieren sich die verschiedenen Standorte, auch in Absprache mit der Dachorganisation in München?

Julian: Das sind ganz unterschiedliche Modelle. In Dortmund haben wir einen sehr starken Partner, der über das Jugendamt angestellt ist. Dieser leitet die Liga, verbindet viele soziale Institutionen und schafft eine vergleichbare Struktur wie in München. In Niederbayern verbindet die Straßenfußball-Liga verschiedene Regionen und Städte, da gibt es nicht nur eine Person, die sich um die Koordination kümmert. In der Regel gibt es einzelne engagierte Verantwortliche vor Ort, die gemeinsam mit den Koordinatoren der Dachorganisation in München zusammenarbeiten und die Kommunikation aufrechterhalten.

Gleichzeitig profitieren die Standorte auch von uns. So können sie beispielsweise ihre „Street Football Worker“, also die Jugendlichen, die in den Stadtviertelen aktiv sind und offene Trainingseinheiten anbieten, bei uns ausbilden lassen. Zusätzlich erhalten sie Unterstützung beim Auf- und Ausbau des eigenen Ligabetriebs oder können von unserer Expertise im Fundraising profitieren.

Viele große Unternehmen unterstützen euch finanziell. Wird dadurch buntkicktgut nicht zum Marketinginstrument, mit dem Konzerne ihr Image öffentlichkeitswirksam aufpolieren?

Rudi: Das ist eine Gratwanderung. Es gibt schon Unternehmen, von denen wir nicht unterstützt werden möchten. Ein Konfliktfall war beispielsweise Burger King. Mit großer öffentlicher Wirkung haben uns diese schon zweimal einen Spendenscheck überreicht. Anschließend habe ich zahlreiche Mails erhalten, wie sich so ein vorbildliches, integratives Projekt wie buntkickgut, mit einem Unternehmen wie Burger King zusammen tun kann. Natürlich könnten wir solche Spendengelder ablehnen, aber wir sind auf diese Mittel angewiesen. Lieber wäre es uns natürlich, wenn das Geld von woanders herkommen würde. Wir achten sehr darauf, wie viel Einfluss das Unternehmen mit diesen Mitteln auf uns nehmen will. Uns ist es sehr wichtig, kein Green Washing zu betreiben.

Julian: Wir bereichern uns ja nicht an Spendengeldern, sondern brauchen sie wirklich. Natürlich haben wir aber Prinzipien und ganz klar definierte „No-Go-Branchen“, wie beispielsweise die Waffen- oder Tabakindustrie.

Wie kann man sich den Arbeitsalltag im Büro von „buntkicktgut“ vorstellen?

Rudi: Ein kreatives Chaos! Aber diese Situation hat auch seinen Charme. Hier saßen schon Leute, die sich sicher erst mal sehr gewundert haben. Aber das erdet uns auch.

Julian: buntkicktgut besteht aus einem Kernteam mit festen Mitarbeitern in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen. Täglich holen die Trainer hier ihr Material ab. Nachdem unsere Räumlichkeiten nicht besonders groß sind, ist hier immer was los. Das Kernteam versteht sich als Motor der permanenten Entwicklung und dynamischen Umsetzung der Projektideen – immer mit der Zielsetzung Potentiale von Kindern und Jugendlichen zu identifizieren und zu stärken. Dies gelingt vor allem durch die Übernahme von Verantwortung und Beteiligung, wir begleiten sie dabei und übergeben ihnen Schritt für Schritt  die Zuständigkeit für „ihre Liga“ oder „ihren Stadtteil“.

Rudi: Auch wenn wir wachsen, wollen wir, dass unsere Mitarbeiter im ständigen Kontakt zu den Spielern stehen. Wir wollen nicht, dass sich unser Koordinationsbüro in der dritten Etage eines großen Unternehmens befindet und die Spieler ausschließlich auf Sozialpädagogen treffen. Unser täglicher Anspruch ist es, mit gesundem Menschenverstand an die Sache ranzugehen, deshalb brauchen wir auch keine Sozialpädagogen. Wir möchten die Haftung zum Boden nicht verlieren. Julian ist neben seinen anderen Verantwortlichkeiten zum Beispiel auch oft mit den Kids unterwegs und bei Spieltagen dabei. Die Spieler müssen alle Mitarbeiter auch wahrnehmen können.

Euer Fokus liegt unter anderem auf der Bildung und Zukunftsplanung der Jugendlichen. Gibt es dafür ein besonderes Förderungsprogramm? 

Julian: Als Jugendlicher kann man hier als „Street Football Worker“ anfangen, ein Praktikum machen und sogar eine Ausbildung als „Sport- und Fitnesskaufmann“ absolvieren. So können die Jugendlichen bei uns erste Arbeitserfahrungen sammeln und über unser Netzwerk auch Perspektiven für ihre berufliche Zukunft entwickeln. Hier arbeiten wir seit mehreren Jahren erfolgreich mit der Organisation „Joblinge“ zusammen. Da wir den direkten Kontakt zu den Jugendlichen auf der Straße haben, können wir sie an andere Programme vermitteln und dabei begleiten.

In München passiert also schon viel. Gibt es parallel dazu Pläne, das Programm auszubauen?

Rudi: Wir haben seit der Fußballweltmeisterschaft 2002 ein riesiges Netzwerk aufgebaut. Auf lokaler Ebene in ganz Süddeutschland, aber auch weltweit – von Serbien bis Simbabwe. Besonders wertvoll finde ich, dass die Jugendlichen hier in Deutschland Brücken in ihre Heimatländer bauen und es so ermöglichen, vor Ort gemeinsam Projekte aufzubauen. Im Togo und in Serbien haben wir außerdem zwei Sport- und Entwicklungsprojekte. So wurden beispielsweise das Kulturfestival „Festekpé“ und das Fußballtunier „Coupe de l´amité“ in Sokodé, Togo, Heimatstadt unseres ersten Auszubildenden Oussman, ins Leben gerufen. Einmal im Jahr reisen ein paar Teilnehmer aus München nach Togo und organisieren dort gemeinsam mit den Jugendlichen vor Ort ein großes Straßenfußballturnier. So geht der Bezug zum Heimatort nicht verloren und es gelingt eine ganz neue Art der Entwicklungsarbeit durch Sport.

Außerdem findet jedes Jahr ein Sommercamp statt, an dem alle deutschen Standorte teilnehmen. Regelmäßig veranstalten wir aber auch Großevents, wie etwa den Liga-Cup, in München und Berlin.

Rüdiger Heid, Leiter und Gründer der Initiative buntkicktgut

Wenn es viel zu organisieren und kommunizieren gibt, kommt es häufig auch zu Meinungsverschiedenheiten. Wie geht ihr damit um?

Rudi: Grundsätzlich gehen wir mit viel Verstand und Intelligenz an die Dinge, sind aber zudem sehr risikofreudig und probieren einfach aus. Try and Error. Mit Konflikten haben wir viel Erfahrung, deshalb können wir auch schnell Fehler lösen.

Julian: Wenn man jungen Menschen viel Verantwortung gibt, kommt es natürlich auch zu Fehlern, aber das ist normal und gehört dazu.

Rudi: Aber ich mit meinen 60 Jahren versuche immer noch offen für Neues zu sein und lerne ständig dazu. Für mich sind meine Mitarbeiter wichtige Impulsgeber.

Wie gelingt es euch, eine Sprache mit den Jugendlichen zu sprechen und dadurch Kommunikationsbarrieren zu überwinden?

Julian: Wir versuchen, uns in unserer täglichen Arbeit der Meinung und Vorstellung der Jugendlichen immer wieder anzupassen. Sei es, um zu verstehen, wie die Jugendlichen kommunizieren, als auch um zu erfahren, welches T-Shirt als Merchandising bestellt werden soll. Die Jugendlichen haben zum Beispiel die Verantwortung für die Entwürfe der Pullis und Shirts. Es ist ganz besonders wichtig, dass man das nicht von oben herab entscheidet, das würde überhaupt keinen Sinn machen. Wenn es auf der Straße und in den Schulen nicht cool ist, zieht es keiner an.

Spielen in den Ligen auch Mädels?

Rudi: Vor knapp 20 Jahren kam eine Gruppe Mädels auf mich zu und wollte ganz heimlich mit mir sprechen: „Rudi wir wollen auch Fußballspielen – aber mein Bruder erlaubt das nie, Mädchen spielen kein Fußball!“ Ich habe den Mädchen Mut zugesprochen und gemeint, dass ich mit ihren Brüdern reden werde. Brüdern wird in der muslimischen Gesellschaft eine hohe Entscheidungsmacht zugesprochen. Es gab zwar anfangs einige Tabus, die waren aber  schnell überwunden – zwei Wochen später war der Bruder einer Spielerin Trainer der Mädchenmannschaft. Mittlerweile haben wir sogar eine eigene „Ladies-Liga“.

Überschneidet sich euer Privatleben häufig mit dem Job oder könnt ihr das klar trennen?

Julian: Man identifiziert sich natürlich mit der Arbeit und buntkicktgut ist kein klassischer Arbeitgeber, bei dem man um Punkt 18.00 Uhr heimgeht und ein komplett anderes Leben hat. Auch wenn ich zuhause bin, kann ich die Arbeit nicht ganz loslassen.

Rudi: buntkicktgut ist mein Lebenswerk, meine Familie. Etwa 200 bis 300 Jungs sagen „Papa Rudi“ zu mir. Früher war meine Bindung zu den Jungs noch stärker. Das hat sich aber auch ein bisschen verändert. Irgendwann habe ich aufgehört, immer nur da zu sein. Inzwischen sage ich auch mal: „Jungs, das bekommt ihr doch selbst hin, dafür braucht ihr mich doch nicht.“ So erziehe ich die Jungs eben auch zu Selbständigkeit. Und im Notfall bin ich ja natürlich doch da!

Julian Buning, Geschäftsführer und Koordinator

Und Julian, wie bist du zu buntkicktgut gekommen?

Julian: Ich komme eigentlich aus der Musikwirtschaft, bin dann in Kontakt mit buntkicktgut gekommen und war sofort begeistert. Genauer gesagt komme ich aus der Hip-Hop-Kultur und die Zielgruppe, die Hip-Hop hört, verfolgt meist Grundhaltungen, wie Ehrlichkeit und einen respektvollen Umgang miteinander. Hier finden sich viele Parallelen zu buntkicktgut. Gleichzeitig habe ich schnell gemerkt, dass man bei buntkicktgut viel selbst gestalten und Verantwortung übernehmen kann. Aber man hat hier auch genügend Freiheiten und ein motiviertes Team, um etwas verändern zu können. Ich bin sehr zufrieden, mit meinem Job einen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Das sind viele Punkte, die dafür gesprochen haben, hier zu arbeiten. Ich spiele zwar selber kein Fußball mehr, aber es interessiert mich natürlich noch immer. Das ist auch wichtig, denn hier wird auch viel über Fußball gesprochen. Aber gleichzeitig muss man sagen, dass Fußball bei buntkicktgut Mittel zum Zweck ist, um Sachen zu erreichen. Auch wer sich für redaktionelle und medien-pädagogische Arbeit interessiert, hat bei uns viele Möglichkeiten sich zu engagieren.

Inzwischen spielen unzählige Jugendliche bei buntkicktgut. Erreicht ihr nicht langsam eure Kapazitätsgrenze?

Julian: Wir haben bereits 40.000 Kinder erreicht. Wöchentlich trainieren wir in München mit ca. 2500 Jugendlichen und in Deutschland über 4.000.

Rudi: Wir können natürlich nicht jeden einzelnen Jugendlichen persönlich kennen – die Spieler kennen mich meist besser als ich sie und erkennen mich auf der Straße. Und wenn die Jungs von damals heute Bart tragen und zehn Jahre älter sind, fällt es mir manchmal schwer, sie wiederzuerkennen.

Gibt es momentan besondere Herausforderungen?

Julian: Die personellen Herausforderungen sind eigentlich alle zu lösen. Schwieriger ist es, die IT-Systeme, Datenbanken oder die Website aktuell zu halten. Diese übergeordneten Themen sind auch sehr viel schwieriger an Förderpartner zu kommunizieren und es ist daher sehr mühsam, eine Finanzierung zu finden. Aber diese Bereiche sind sehr wichtig, da man auch hier mitwachsen und professionalisieren müsste, das geht leider im Alltag manchmal unter.

Rudi: Glücklicherweise haben wir zumindest nie Probleme, Bolzplätze ausfindig zu machen. Diese stehen immer und überall in München zur Verfügung. Außerdem haben wir jetzt im Backstage eine eigene Halle, die buntkicktgut City Arena. Natürlich haben wir aber auch langfristige Pläne wie etwa eine eigenständige Infrastruktur, durch die zum Beispiel Schulungen organisiert werden können, beispielsweise in Form eines buntkicktgut Sportparks. Für die Umsetzung dieses Vorhabens müssen wir weiteres Investitionskapital organisieren, das erfordert eine Planung mit Blick in die Zukunft. Unser Fokus liegt aber vor allem darauf, die Qualität zu erhalten, deshalb ist uns ein organisches Wachstum besonders wichtig.  

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