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Chill Choc – Entspannende Trinkschokolade

Chill Choc will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Entspannung für gestresste Menschen schaffen und Open Source Bildung zum Thema Terra Preta ermöglichen.

Caroline Deidenbach Chill Choc

Startup BildungErnährung Stuttgart

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Chill Choc ist ein nachhaltiges Entspannungsgetränk aus Kakao und Hanf. Der Hanf wird regional angebaut und ist gesetzlich zugelassen. Teile der Erlöse fließen in Open-Source-Projekte für Humusaufbau, Bodenschutz und Bildung in Sri Lanka und Brasilien.

Dein Stück Erde UG

Burkhard v. Stackelberg, Dave Tjiok

Dave Tjiok; Burkhard v. Stackelberg

UG (haftungsbeschränkt)

Im Himmel 32
70569 Stuttgart
Deutschland

info@dein-stueck-erde.de

Mit der Herstellung von Getränken und Lebensmitteln haben Dave Tjiok und Burkhard von Stackelberg von Chill Choc bereits Erfahrungen gesammelt – in Form von Limonade auf Chaitee- und Rooibosbasis und mit Trinkschokolade am Stil in Zusammenarbeit mit einer Kooperative in Guatemala. Mit der Idee zum Hanf-Kakao wollen sie nun etwas ganz Neues auf den Markt bringen. Eine Trinkschokolade vor allem für gestresste und viel beschäftigte Menschen, die sich zwar entspannen, aber gleichzeitig noch produktiv sein wollen – und das auf möglichst natürliche Weise. Doch hinter dieser Idee der Gründer steckt noch viel mehr.

„Chill Choc ist unser Flagship – ein gutes Produkt mit dem wir aber auch unsere anderen Ideen finanzieren“, sagt Dave. Er und Burkhard kommen eigentlich aus dem Bereich des Recyclinganlagenbaus. Angetrieben vom Idealismus Nährstoffe wieder ihrem Kreislauf zuzuführen – einer der besten Abfallquellen sehen sie da den Menschen und seine Endprodukte. Das System in Deutschland mit seinen traditionell gewachsenen Strukturen im Bereich Abfall und Recycling zu ändern ist jedoch schwierig. Doch während ihrer Zeit bei verschiedenen Freiwilligenprojekten im Ausland haben die Beiden gemerkt, dass sie an der Basis – also dem Boden – ansetzen wollen. „Jedes Jahr verlieren wir Ackerflächen in der Größe von Irland durch Monokulturen. Durch die Verwendung von Terra Preta (Infobox: Terra Preta: bedeutet schwarze Erde. Man findet sie vor allem im Amazonasgebiet. Sie besteht idealerweise aus einer Mischung von Holz- und Pflanzenkohle, menschlichen Fäkalien, Dung und Kompost durchsetzt mit Tonscherben und gelegentlich auch Knochen, sowie Fischgräten) kann man das verhindern“, sagt Dave.

Denn eigentlich schützt sich der Boden selber durch eine Mischung aus Ton und Humus, der als Nährboden für Pflanzen dient. Wird er aber überbelastet – etwa durch Monokulturen oder zu wenige Bewirtschaftungspausen, um sich davon zu erholen – verliert er seine Nährstoffe und kann nicht mehr genutzt werden. Terra Preta ist eine Methode (mehr Infos unter http://www.ithaka-institut.org/de/home), um Pflanzenkohle für den Boden als Humus nutzbar zu machen.

Das Wissen über die Herstellung von Terra Preta und wozu sie gut ist, wollen sie als Open-Source-Technik und Workshops zur Verfügung stellen. Dabei arbeiten sie auch mit anderen Forschungseinrichtungen zusammen. Um sich aber für die Finanzierung nicht von einem Förderprojekt zum nächsten hangeln zu müssen, haben sich die beiden Gründer gefragt, wie sie die passende Geschäftsidee dazu aussehen müsste. Durch ihre Erfahrungen im Lebensmittelbereich, konnte sie auf bereits vorhandene Netzwerke zurückgreifen und so entstand der Plan zum eigenen Unternehmen und dem dazugehörigen Produkt: Chill Choc.

„Hanf ist nicht nur einfach eine Kifferpflanze, sondern sehr gut für den Boden, gerade, um ihn wieder aufzubauen“, erklärt Dave. Das im Hanf enthaltene Cannabidiol wirkt entspannend und entzündungshemmend – ohne, dass man dabei geistig wegetreten ist. Die Geschmacksvariationen wurden zusammen mit Freunden und Bekannten entwickelt und getestet. Im Labor wurde dann genau doch noch genauer nachgefragt. „Sie haben uns gefragt, woher das Hanf kommt und ob wir es am Straßenrand gefunden hätten“, lacht Dave. Das von ihnen verwendete Hanf unterliegt aber strengen Richtlinien. Der THC-Gehalt muss unter einem bestimmten Wert liegen und stammt von Landwirten, die es offiziell für die Verwendung in der EU anbauen dürfen.

Die Gründer von Chill Choc: Burhard (linke) und Dave (rechts).

Finanziert haben Dave und Burkhart ihr Start-Up zuerst durch eigene Rücklagen und ihr Freundesnetzwerk. Nachdem die Idee weiter fortgeschritten war, bekamen sie ein Darlehen der GLS Gemeinschaftsbank. „Mit einer normalen Bank hätte das nicht geklappt,“ sagt Dave. Seit Dezember 2017 sind sie außerdem ein Teil des achtmonatigen Wirkungsstipendiums des Social Business Labs in Stuttgart – da gibt es zwar kein Geld, aber viel Coaching, Mentoring und die Chance, mit anderen Gründern an der eigenen Idee zu arbeiten. Dave: „Da sind sonst einfach viele blinde Flecken – also Dinge, die man nicht bedacht hat oder die man vorher zu blauäugig betrachtet hat. Der Austausch mit anderen hilft dabei sehr.“

Mit all diesem Wissen haben sie dann ihre Crowdfunding-Kampagne gestartet, die noch bis zum 26.5.2018 läuft. Mit dem Geld wollen sie vier verschiedenen Sorten von Chill Choc produzieren, die ersten Schritte Richtung Zertifizierung machen und im Sommer dieses Jahres einen Workshop mit den Kooperativen in Sri Lanka zum Thema Terra Preta durchführen. „Wir wollen eine GmbH gründen und in den nächsten ein bis zwei Jahren soweit sein, dass wir unsere Leute auch richtig bezahlen können. Das muss einfach auch sein, wenn man top Leute haben will, “ sagt Dave. „Eine GmbH auch deswegen, weil wir dann mit einem For-profit-Unternehmen unsere andere Arbeit unterstützen und mittelfristig mit der GLS Gemeinschaftsbank eine Stiftung aufbauen können.“  

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