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BonVenture im Interview

BonVenture als Förderer von Sozialunternehmen, die zur Realisierung ihrer sozial-ökologischen Geschäftsidee finanzielle Mittel benötigen.

Förderer FinanzenInnovation München

Die Gründer von BonVenture hatten die Idee – noch lange bevor einem der Social Entrepreneur in Deutschland ein Begriff war – in soziale Unternehmen zu investieren. Durch gezielte Investitionen hat es BonVenture seitdem möglich gemacht, dass Social Entrepreneure ihre innovativen Ideen umsetzten können. Wir haben mal genauer nachgefragt, worauf der Fokus bei der Auswahl der Sozialunternehmen liegt. Außerdem hat uns natürlich interessiert, wie ein knallharter Investmentbanker selber zum Sozialunternehmer wird. In unserem Interview standen uns die vier Herren Dr. Horst Goß, Dr. Erwin Stahl, Bernard Jan Wendeln und Jochen Herdrich Rede und Antwort.

Was genau hat sich BonVenture zur Aufgabe gemacht?

Herdrich: BonVenture wurde 2003 als Fonds und Stiftung für soziale Verantwortung gegründet. Die Idee des sozialen Risikokapitals kombiniert den klassischen Venture-Capital-Ansatz der Maximierung der finanziellen Rendite und den philanthropischen Stiftungsansatz der Maximierung der sozialen Wirkung. Inmitten dieser beiden grundsätzlich gegensätzlichen Gedanken ist BonVenture positioniert. Der Erfolgsmaßstab orientiert sich entsprechend in zweifacher Hinsicht: an einer finanziellen sowie einer sozialen Rendite und der Optimierung beider. Ziel von BonVenture ist es, das Finanzierungsdilemma des Sozialunternehmers zu beheben und ein Sozialunternehmen aufzubauen, das sich mit einem Geschäftsmodell heraus mittel- bis langfristig selbst trägt.

Social Venture Capital Fonds = Soziales Risikokapital: 

Die Idee des sozialen Risikokapitals (Social Venture Capital) entstand in den USA schon vor längerer Zeit. Mit diesem Kapital sollen Unternehmungen unterstützt werden, die auf die Behebung gesellschaftlicher Missstände zielen und das Gemeinwohl fördern. Investoren wird dabei die Möglichkeit geboten, Unternehmungen zu unterstützen, die gemeinwohlorientiert arbeiten. Ziel ist es, die Entwicklung und Verbreitung innovativer Ideen voranzutreiben.

http://www.bonventure.de/bonventure/ziele.html

Welche Mission wird damit verfolgt?

Herdrich: Die Welten von sozialer und klassischer Investitionen sollen miteinander verbunden werden. Fonds und Stiftung für soziale Verantwortung heißt eben, dass wir speziell das Sozialunternehmertum mit Kapital, aber auch mit Beratung und einem Kontaktnetzwerk unterstützen.

Wie läuft die Vorauswahl im Bewerbungsprozess bei BonVenture ab, wenn sich ein Sozialunternehmen um eine Finanzierung bewirbt?

Herdrich: Das ist ganz unterschiedlich. Typischerweise schickt ein interessiertes Sozialunternehmen seinen Businessplan an uns. Wir prüfen dann die Geschäftsplanung, d.h. was mit dem Projekt erreicht werden soll, welche sozialen oder ökologischen Probleme gelöst werden. Interessant ist auch, mit welchen Ressourcen das Projekt umgesetzt werden soll und wer an dem Projekt beteiligt ist. Passt das Projekt, dem ein zumindest mittelfristig sich selbsttragendes Geschäftsmodell zugrunde liegen sollte, auch noch in unseren Investitionsfokus, sind schon mal wichtige Voraussetzungen erfüllt. Reine Spendenprojekte können wir mit unseren Fonds nicht finanzieren.

Die soziale bzw. ökologische Wirkung muss fester Bestandteil des Geschäftsmodells sein und die Gefahr des „Missiondrifts“ muss weitestgehend minimiert sein. So sollte das Unternehmen in kritischen Situationen nicht vor der Wahl stehen, ob die soziale/ökologische Wirkung weiterverfolgt wird, um finanziell über die Runden zu kommen.

Wenn ich meinen Businessplan an BonVenture verschickt habe und Sie von der Idee begeistert sind, wie geht es dann weiter?

Herdrich: Dann würden wir uns bei Ihnen oder hier, bei BonVenture, treffen. Wir hätten Ihren Businessplan oder Ihre Präsentationsunterlagen vor uns und würden diese dann gemeinsam durchsprechen. Zunächst interessiert uns natürlich, warum Sie zu BonVenture kommen und warum wir zusammenpassen könnten. Besonderen Fokus legen wir auf die Überzeugungskraft, die hinter dem Projekt und den Sozialunternehmern steht. Wer nur Geld verdienen möchte, ist bei BonVenture falsch. Stattdessen ist eine glaubwürdige Historie, wie man zum Thema gekommen ist, und die Überzeugung und Motivation für das Projekt wichtig. Außerdem sollte das Geschäftsmodell stimmig und selbsttragend sein und der oder die Sozialunternehmer/in sollte auch bereit sein, das Projekt längerfristig persönlich vorantreiben zu wollen.

Wie kann ich mir ihr Alltagsgeschäft vorstellen? Haben Sie dann stapelweise Businesspläne auf dem Schreibtisch liegen? 

Herdrich: Elektronisch gesehen, ja. Die Bewerbungen werden dann hausintern nach Interessen, Erfahrungen und aktueller Auslastung der Investment-Manager verteilt.

Welche Themenfelder decken ihre geförderten Projekte ab?

Herdrich: Wir investieren prinzipiell in jegliche Art von Sozialunternehmen, in den Bereichen Soziales, Ökologisches und Gesellschaft. Natürlich hat in diesen Bereichen jeder Mitarbeiter seine besonderen Interessen. Das ändert sich aber auch mit wichtigen Trends.

Jochen Herdrich
Jochen Herdrich, Investment Manager bei BonVenture

Wie sind Sie, Herr Herdrich, zu BonVenture gekommen?

Ich habe technische Betriebswirtschaftslehre studiert und war danach einige Jahre in den Finanzierung von Technologie-Start-ups tätig. Anschließend habe ich im Produktmanagement eines Halbleiterunternehmens gearbeitet – das hat mir allerdings nicht ganz zugesagt. Dort hatte ich einen Aha-Effekt, als ich ein neues Forschungsprojekt übernehmen sollte, in dem es darum ging, Halbleiter mit hochgiftigem Arsen auf den Markt zu bringen - nur, weil diese etwas schneller sind. Ich war der Meinung, dass es heutzutage nicht mehr sein kann, arsenhaltige Neuprodukte einzuführen, nur weil diese etwas schneller sind. Das hat mir nicht behagt.

Herr Dr. Goß, Sie sind Wirtschaftsinformatiker, promovierter Volkswirt und einer der Gründer von BonVenture. Nach ihrem Studium haben Sie lange Zeit in der Unternehmensberatung McKinsey gearbeitet und waren anschließend Banker bei der HypoVereinsbank. Gab es ein Ereignis, das Sie von der klassischen Unternehmensberatung und Bankerkarriere auch in den sozialen Bereich gebracht hat?

Goß: Ich habe schon als Student damit angefangen, soziale Projekte zu begleiten. Ich hatte in klassische Fonds investiert und dachte, die Kombination aus beidem wäre interessant. Auf der einen Seite kenne ich mich mit der klassischen Investition aus, habe aber auch im sozialen Bereich gearbeitet. Hinzu kam, dass ich Unternehmen, aber auch Investoren kannte, deren Interesse darin lag, ihr Kapital sozialverantwortlich anzulegen. So kam die Idee zur Verknüpfung zwischen dem sozialen und wirtschaftlichen Bereich. Durch die Arbeit in beiden Bereichen habe ich auch den Bedarf bei den Unternehmern erkannt, die gerne etwas Gutes tun möchten.

Wie lange wird ein Sozialunternehmen ihres Portfolios durchschnittlich unterstützt?

Herdrich: Der Beteiligungszeitraum dauert ca. fünf bis sieben Jahre.

Ich stelle es mir schwierig vor Arbeitnehmer für BonVenture zu akquirieren, die sowohl den Anspruch an die wirtschaftliche, als auch an die soziale Komponente erfüllen. Welche Eigenschaften müsste ein Investmentbanker mitbringen, um Chancen zu haben, angestellt zu werden?

Goß: Wir betrachten bei Personalfragen immer das Team und welche Ergänzung das Team komplettieren würde. Deshalb kommt es immer darauf an, welches fachliche Personal vorhanden ist und welches nicht. Grundsätzlich ist es ideal, wenn jemand Erfahrung im sozialen und wirtschaftlichen Bereich hat. Also jemand der betriebswirtschaftlich und unternehmerisch denken kann, aber auch im sozialen Bereich Erfahrungen sammeln konnte.

Sind Studiengänge, die interdisziplinär Wissen vermitteln und sich an der Schnittstelle zwischen wirtschaftlichen und sozialen Inhalten orientieren, in ihrer Wissensvermittlung nicht zu oberflächlich?

Goß: Meiner Ansicht nach ist ein vielfältiges, breites Wissen im Berufsleben von Vorteil. Besonders gut ist es, wenn es innerhalb dieses breiten Wissens eine Spezialisierung gibt. Die meisten Unternehmen, die wir unterstützen, kommen aus dem sozialen Bereich. Die betriebswirtschaftliche Sprache wirkt auf sie häufig abschreckend. Nachdem in unserem Bereich viel über Vertrauen läuft, ist es hier besonders wichtig, eine Annäherung zu finden. Wir möchten Wirtschaftlichkeit mit Menschlichkeit verbinden.

Vor ein paar Wochen haben wir uns mit Ashoka getroffen. Für Ashoka spielt die Gründerpersönlichkeit eine besonders wichtige Rolle. Würden Sie sagen, dass es bei Ihnen ähnliche Kriterien gibt?

Goß: Wir schauen uns die Hintergründe der Personen an und wie überzeugend die sozialen Erfahrungen sind. Wir würden niemals jemanden unterstützen, der nur Geld verdienen möchte. Hier geht es immer darum, richtig abzuwägen, um was es dem Bewerber wirklich geht. Der Härtetest kommt immer dann, wenn die Unternehmung in Schwierigkeiten gerät.

Herdrich: Meiner Meinung nach ist das Wichtigste an einem Unternehmen das Management. Dieses sollte kompetent, komplementär und motiviert sein. Ich denke, das Management ist noch wichtiger als die Innovation an sich. Ein sehr gutes Managementteam kann eine mäßige Idee wohl erfolgreicher gestalten, als ein mäßiges Management eine sehr gute Idee.

Wie würden Sie den aktuellen Markt beschreiben? Würden Sie sagen, dass es derzeit viele soziale Unternehmen gibt, bei denen es sich lohnt, zu investieren?

Herdrich: Meiner Meinung nach werden es immer mehr. Allgemein kann man eine Sinnsuche in der Gesellschaft beobachten. Vielen Menschen geht es nicht mehr nur noch darum, Geld zu verdienen, sondern auch eine sinnhafte Tätigkeit und Freude daran zu haben.

Generell sieht man eine positive Tendenz in der Entwicklung der Social Entrepreneurship Szene. Wie sehen Sie die Veränderungen der letzten Jahre?

Goß: In den neunziger Jahren kam die Idee zu Geldanlagen mit sozialem Faktor aus Amerika. Der Begriff des Social Entrepreneurs existierte in Deutschland zu dieser Zeit noch gar nicht. Das war auch noch die Zeit vor Ashoka. Als wir damals mit BonVenture angefangen haben, war die große Frage, ob so etwas überhaupt funktionieren kann. Aber vor allem, ob es Sozialunternehmen gibt, in die wir investieren können. Insofern hat sich der Markt, den es damals in Deutschland noch gar nicht gab, unglaublich entwickelt. Heutzutage gibt es unendlich viele Angebote im Bereich Soziales und Ökologie an den Universitäten. Es gibt die Social Entrepreneurship Lehrstühle, aber auch Studiengänge, die in diese Richtung gehen. Es wurde in den letzten Jahren eine breite Basis für dieses Thema geschaffen. Auch die Stiftungen entwickeln sich immer mehr in diese Richtung. Dabei hat sich ein riesiger non-profit Sektor entwickelt.

Stahl: Der Sektor um soziales Unternehmertum hat sich wahnsinnig gewandelt. Gutes zu tun heißt nämlich nicht, unprofessionell zu sein. Es entstehen ganz neue Möglichkeiten, bahnbrechende Dinge zu verwirklichen. Möglicherweise ist die Chance, zukunftsweisende Ideen auf den Weg zu bringen im sozialen und ökologischen Bereich noch viel größer, weil es bisher noch gar nicht so viele Möglichkeiten gegeben hat. Meines Erachtens wird dieser Sektor in den nächsten Jahrzehnten noch sehr viel wichtiger für unsere Gesellschaft. Mit unserer Arbeit möchten wir das Bewusstsein der Menschen in diese Richtung stärken und sie gleichzeitig dazu anregen, sich ebenfalls zu beteiligen.

Dr. Horst Goß
Dr. Horst Goß, Beirat und Kuratorium bei BonVenture

Die Kultur eines Unternehmens bekommt heutzutage eine immer größere Rolle. Wie beschreiben Sie die Unternehmenskultur bei BonVenture?

Herdrich: Bei BonVenture spielt Transparenz eine große Rolle. Wir wandeln uns gerade in eine Partnerschaft um, bisher gehört die Managementgesellschaft den fünf Gründern. Die erfahrenen Mitarbeiter werden nun Partner, d.h. Gesellschafter und somit zu Miteigentümern. Solch eine Art der Unternehmenskultur stärkt die Mitverantwortung. Im Umgang mit den Sozialunternehmern, die wir unterstützen, verfolgen wir einen Relationship-Ansatz. Das bedeutet, es gibt einen Investment­manager, der für ein Unternehmen und auch für den Kontakt zu diesem zuständig ist.

Wie würden Sie den sozialen Mehrwert beschreiben, den BonVenture generiert?

Goß: Meines Erachtens generiert BonVenture einen sozialen Mehrwert über drei Ebenen. Bei den Unternehmen wollen wir den sozialen Mehrwert multiplizieren, damit diese wachsen können und in der Lage sind, eigenständig zu wirtschaften. Parallel entsteht ein sozialer Mehrwert, indem wir den Sektor und den Markt rund um den Social Entrepreneur voranbringen. Und zuletzt möchten wir die Begeisterung für das Soziale bzw. Ökologische in der Gesellschaft fördern, mit der positiven Konsequenz, in den Köpfen etwas zum Guten zu verändern.

Stahl: Im Prinzip sind wir selber ein Social Business. Das heißt, wir machen keine Ausschüttung an Gesellschafter. Wenn Gewinne ausgeschüttet werden, dann in Form von Spenden, die wieder eingesetzt werden. Zum anderen unterstützen wir den ganzen Sektor mit unserer Arbeit.

Achtet BonVenture bei der Investition auf ein gewisses Streuungsrisiko, um den Verlust finanzieller Mittel zu reduzieren?

Herdrich: Wir versuchen natürlich Ausfallrisiken zu vermeiden. Die Risikominderung erzielen wir durch Investitionen in Sozialunternehmen verschiedener Branchen und dabei auch in gemeinnützige und nicht gemeinnützige Organisationen. Bei gemeinnützigen Unternehmen sind die Renditen niedriger, dafür sehen wir ein deutlich niedrigeres Ausfallrisiko.

Worin bestehen aktuelle Hürden für BonVenture?

Herdrich: Das Fundraising, also die Mittelbeschaffung, stellt eine große Herausforderung dar. Aber auch die wachsende Regulierung, u.a. durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), hat einen großen Einfluss darauf, dass kleinere Fondsanbieter aus dem Markt gedrängt bzw. am Markteintritt gehindert werden. Nachdem unser Team relativ klein ist, haben aber auch Personalveränderungen entsprechende Auswirkungen auf BonVenture.

Wie lassen sich die Investoren beschreiben, die Ihnen finanzielle Mittel zur Anlage in Organisationen anvertrauen?

Herdrich: Einerseits haben wir treue Altinvestoren, die BonVenture schon seit deren Gründung Vertrauen schenken, andererseits konnten wir bei jeder Finanzierungsrunde auch neue Investoren dazu gewinnen. Bisher haben überwiegend Privatpersonen und Familien in BonVenture investiert. Bei BonVenture III konnten wir auch den European Investment Fund (EIF) als großen Investor gewinnen.

Herr Wendeln, wie gestaltet sich das Verhältnis zu den Geldgebern in Richtung Wirkungsbericht? Aus Recherchen wissen wir, dass die Nachfrage nach detaillierten Auflistungen, was genau mit dem Geld passiert, steigt. Wie würden Sie das beurteilen?

Wendeln: Bei BonVenture investiert man ja nicht nur wegen einer finanziellen, sondern auch wegen einer sozialen Rendite. Unsere Geldgeber haben ein starkes Interesse daran, dass mit ihrem Kapital eine soziale Wirkung erzielt wird. Seit unserer Gründung ist es uns ein Hauptanliegen, ausführlich nach Social Reporting Standards zu berichten.

Goß: Eine Besonderheit ist, dass ein Großteil der Investoren im Beirat mitentscheidet, welche Unternehmen wir unterstützen und welche nicht. Indem die Investoren die Gründer der sozialen Unternehmen kennenlernen, entsteht ein anderer Bezug zum Projekt. Zusätzlich findet einmal jährlich ein Investorentag statt, zu dem auch unsere Social Entrepreneure eingeladen sind. So findet ein ständiger Austausch zwischen BonVenture, den Investoren und den Sozialunternehmen statt.

Wo sehen Sie BonVenture in 20 Jahren?

Herdrich: Grundsätzlich möchten wir unser derzeitiges Geschäft fortführen. Dennoch lässt sich eine Vorhersage in diesem Bereich nur schwer abschätzen. Vor 10 Jahren hätte unser jetziger Fonds wahrscheinlich so noch nicht funktioniert.

Goß: Nach bisherigem Stand wäre es vorstellbar, einen Fonds mit Stiftungen einzugehen. Stiftungen haben oftmals das Problem, dass sie ihre Erträge in sozial oder ökologisch wertvolle Projekte investieren, ihr Vermögen allerdings in klassische Anlageformen anlegen, die keine sozialen noder ökologischen Standards erfüllen. Aber auch eine Beratungsabteilung für soziale Unternehmen gegen einen finanziellen Ausgleich wäre denkbar. Wir haben bisher schon teilweise Projekte beraten, in die wir später nicht investiert haben. Hierzu müsste BonVenture aber ein Team aufbauen, das auf Beratung fokussiert ist. Zusätzlich könnte ich mir aber auch einen Fonds vorstellen, der größere Sozialunternehmen finanziert, um sie noch größer und erfolgreicher zu machen. Zum Bsp. bei Kindergarten-Betreibern wäre solch ein Konzept denkbar.

Wendeln: Möglich wäre auch eine Spezialisierung in einem Fondsbereich, etwa durch Investitionen in Immobilien, die für Kindergärten oder Altenheime zur Verfügung gestellt werden. Das Risiko in solch eine Investition ist besonders gering.

Bernard Jan Wendeln
Bernard Jan Wendeln, Beirat und Kuratorium bei BonVenture

Eine letzte Frage: wie ist der Namen BonVenture entstanden?

Stahl: Zu Beginn hießen wir Fonds für soziale Verantwortung. Das war ein sehr nüchterner Name, deshalb haben wir uns noch einmal neu orientiert. Ich bin nach wie vor froh, dass wir damals professionelle Unterstützung einer Agentur hatten. Bei einem Prozess über mehrere Monate hinweg haben wir überlegt, was hinter dem Namen stecken soll. In diesem Prozess haben wir uns auch dem Logo angenähert, das eine Mischung aus einem Auge für die Menschlichkeit und dem Weg dorthin durch unterstützende Begleitung sein soll. BonVenture soll Gutes tun.

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