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Option 2.0 – Durch ein Netzwerk die Zivilgesellschaft stärken

Das Start-Up im Herzen Wiens bietet nicht nur Schlafplätze, sondern auch viele Möglichkeiten sich auszuprobieren

Startup NetzwerkKommunikationGesellschaft Wien

Option 2.0 Logo

Option 2.0 ist eine Wiener Non-Profit Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, mithilfe des Internets, die Gesellschaft über innovative Lösungen für globale Herausforderungen zu informieren und einzubinden. Sie vernetzen Menschen und Organisationen miteinander.

Option 2.0

Christoph Mann, Fabian Höffner

Christoph Mann

Gemeinnütziger Verein

2012

Morizgasse 1/8
1060 Wien
Österreich

info@opt2o.org

Wien. Morizgasse. Im ersten Stock eine Altbauwohnung mit Stuck, restauriertem Parkettboden und hohen Decken. An der Tür steht Christoph Mann und begrüßt mit einer Umarmung. Nicht umsonst heißt sein Airbnb-Projekt „Hug Inn Vienna“. Diese Wohnung ist der Hauptsitz des Start-Ups Option 2.0 und Christoph ist der Obmann, der Geschäftsführer. Gleichzeitig wohnt er gemeinsam mit seiner Freundin in den Räumen des Vereins. Option 2.0 hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zivilgesellschaft, vor allem in Österreich, aber auch global, zu stärken – durch Vernetzung.

Christoph heißt seine Besucher an der Wohnungstür willkommen.

Angefangen hat das alles mit einem Uniexperiment 2012. Christoph Mann und Fabian Höffner studierten zusammen Publizistik- und Kommunikationswissenschaften. In den sozialen Medien wie Facebook fiel ihnen auf, wie viele Gruppen es gibt, die sich sozial, politisch und gesellschaftlich engagieren, ohne dass jemand davon etwas weiß. Die Idee war, diese vielen Gruppen und Ideen durch Vernetzung sichtbarer zu machen. Anfangs online, doch als das nicht wirklich voran ging, entschiedenen sie sich, einige Offline-Veranstaltungen zu initiieren. Die Finanzierung ergab sich sozusagen aus einem Schicksalsschlag heraus. Christophs Freundin und Mitbewohnerin trennte sich von ihm. Sein anderer Mitbewohner wurde Vater und zog aus. Was tun mit den leeren Zimmern? Home-Sharing. Christoph richtete ein Zimmer für die Gäste, ein anderes für den Verein und deren Sitzungen und Veranstaltungen ein. Somit war die Basisfinanzierung gesichert.

Neben der gesicherten Finanzierung entstand aber ein weiterer Mehrwert: der Austausch mit Gästen aus aller Welt auch das Netzwerk von Option 2.0. Mittlerweile ist der Verein auf 25 aktive Mitglieder angestiegen, im Sommer 2016 sind sie in eine, von einem Fördermitglied bereitgestellte Wohnung, umgezogen und richten regelmäßige verschiedenste Veranstaltungen aus. Diese werden von Vereinsmitgliedern, oder auch optioneers genannt, selber organisiert. Jeder kann sich hier mit seinen eigenen Talenten einbringen. Da gibt es die Tea Time mit Künstlern, die 1on1 Talks mit Experten, das Symbiosium, ein Symposium und eine Symbiose für Menschen in Wien, die etwas bewegen wollen, und den „The Changer Hangout Vienna“, für Leute, die gerne in einem Social Business arbeiten würden oder es bereits tun.

Eines der Gästezimmer von Option 2.0.
Home-Sharing Clubs
sind ein Ort, an dem sich Airbnb-Gastgeber untereinander kennen lernen und miteinander austauschen können. Außerdem können sie auch dazu dienen, die verschiedenen Instanzen in einer Stadt, die durch das Home-Sharing beeinflusst oder die es regulieren müssen, zusammen zu bringen.

Alle Vereinsmitglieder helfen ehrenamtlich mit. Der Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro ist auch eher als symbolischer Betrag zu verstehen. Neben den Tätigkeiten für den Verein, ist es Christophs Aufgabe voll und ganz für seine Gäste da zu sein – und darin geht er auf. Wenn die Gäste es wünschen, führt er sie rum, macht ihnen Frühstück oder fährt sie um fünf Uhr morgens an den Flughafen – alles inklusive. Trotzdem sind seine Preise moderat. Eine Nacht kostet aktuell 22 Euro, denn auch Studenten sollen sich das Zimmer leisten können. Christoph ist in der Airnbnb-Szene bekannt. Unter anderem ist er Teil des Wiener Homesharing Club, der regelmäßig zu Infoveranstaltungen für Hosts einlädt. Für die Zukunft hat er natürlich auch einige Ideen. Dabei steht zum Beispiel für 2018 eine großzügigere Immobilie mit noch mehr Zimmern im Raum.

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