Menü

Glasschair - Rollstuhlsteuerung mit Köpfchen

Glasschair hat eine avantgardistische Kopfsteuerung für Elektrorollstühle mithilfe von Smart Glasses entwickelt.

Startup InnovationIntegration München

Glasschair Logo

Die drei Masterstudenten von Glasschair haben eine Steuerung entwickelt, über die körperlich eingeschränkte Menschen ihren Elektro-Rollstuhl über einfache Kopfbewegungen steuern können.

Glasschair

Claudiu Leverenz, Shady Botros, Dominik Schniertshauer

Claudiu Leverenz

Lichtenbergstraße 6
85748 Garching bei München
Bayern, Deutschland

info@glasschair.de

Wann kann innovative Technologie dem Menschen wirklich helfen und wann ist sie nur ein Produkt von Konzernen, die einen neuen Absatzmarkt suchen?
Die Antwort könnte lauten: wenn sie dem Menschen hilft ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Wenn sie ihn besser als vorherige Technologien befähigt, am sozialen Leben teilzunehmen, dann ist es eine hilfreiche und sinnvolle Innovation.

Für Menschen, die halsabwärts gelähmt sind oder ihre Hände nicht mehr zur Fortbewegung einsetzen können, ist der elektrische Rollstuhl eine innovative Technologie für ein selbstbestimmteres und vor allem mobiles Leben.

„Die Steuermöglichkeiten für diese speziellen elektrischen Rollstühle, also beispielsweise über einen Joystick in Kopfhöhe, der mit dem Kinn oder der Zunge gesteuert wird, oder aber über ein Rohr, in das der Fahrer hineinbläst, sind nicht gerade leicht an die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Nutzer anzupassen“, sagt Claudiu Leverenz, einer der Mitgründer von Glasschair, aus der Startupschmiede der TU München in Garching. Das ist nicht zeitgemäß und wirkt auch nicht nach innovativster Technologie im Dienste des Menschen.

Claudiu Leverenz von Glasschair mit den Smart Glasses
Datenbrille oder Smart Glasses
Die Datenbrille hat von sich aus schon vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, wie beispielsweise eine Sprachsteuerung für Mobiltelefone, die eine weitere Bereicherung für halsabwärtsgelähmte Rollstuhlfahrer sein kann.

Deswegen hat Glasschair jetzt eine Steuerung für Elektrorollstühle entwickelt, die mithilfe einer Datenbrille funktioniert. Diese ist via Bluetooth mit einer Schnittstelle am Rollstuhl verbunden. Mit einfachen Kopf und Augenbewegungen kann der elektrische Rollstuhl gesteuert werden.

v.L.n.R. die drei Gründer Shady Botros, Claudiu Leverenz und Dominik Schniertshauer (nicht mehr dabei)
Team Background
Claudiu hat im Master Wirtschaftsinformatik studiert und ist jetzt für die Kommunikation und die wirtschaftlich-rechtlichen Angelegenheiten zuständig. Shady hat im Master Informatik studiert und war maßgeblich für die technische Entwicklung zuständig. Der ebenfalls studierte Wirtschaftsinformatiker Dominik ist sowohl geschäftlich als auch in der Entwicklung tätig, er ist seit August nicht mehr bei Glasschair tätig.

Hinter Glasschair stehen die drei Masterstudenten Claudiu, Shady und (bis August 2016) Dominik. Die drei haben die App für die Datenbrille entwickelt. Zunächst für das vielleicht bekanntestes Smart Glasses Modell von Google.

Der Makerspace bei Garching
Hans Sauer Stipendium für den Makerspace
Glasschair hat von der Hans Sauer Stiftung ein Stipendium für den Makerspace in Garching bei München bekommen, eine High-Tech Werkstatt, und konnte dadurch seinen ersten Prototypen verwirklichen.

Mit dieser App, den Smart Glasses, der selbst gebauten Schnittstelle zum Rollstuhl und durch einen gestifteten elektrischen Rollstuhl konnten die drei den ersten Prototypen verwirklichen. Damit haben sie die Potenziale einer Technologie demonstriert, deren Anwendbarkeit bei vielen Leuten vielleicht erst einmal Fragezeichen generiert. Mit dem Glasschair zeigen die drei Entwickler eine mögliche und vor allem sinnvolle Anwendung der Smart Glasses. Die App kann auch für andere Datenbrillen angepasst werden, daher werden momentan auch verschiedene Hersteller getestet.

Die Schnittstelle (das Herzstück) zum Rollstuhl und Claudiu Leverenz von Glasschair

Es bleibt noch viel zu tun: „Wir wollen ein Produkt, das vor allem sicher ist und erst im zweiten Schritt eine alternative avantgardistische Technologie, die Menschen nicht nur mobil sondern auch sozial befähigt. Besonders Menschen mit einer so starken Beeinträchtigung! Das sind nach unserer Rechnung um die sechs Millionen Menschen weltweit“, betont Claudiu.

Die Steuerung im Einsatz

Dafür ist Glasschair in engem Kontakt mit Krankenhäusern und Sozialverbänden, um bereits frühzeitig weiteres Experten-Know-How in die Forschung einfließen zu lassen und den umfassenden Anforderungen an technologische Lösungen (auch in Form von Zertifikaten) für beeinträchtigte Menschen gerecht zu werden. 

Lest mehr dazu im Interview mit Claudiu!

 

Profil als PDF speichern

Profil teilen