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Hans Sauer Stiftung

Neue Wege für Innovation und Fortschritt. Mit Fokus auf sozialer und ökologischer Wirkung.

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Die Hans Sauer Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die fördernd und operativ tätig ist. Sie wurde 1989 von dem Erfinder und Unternehmer Hans Sauer gegründet und ist seinem Denken verpflichtet.

Hans Sauer Stiftung

Hans Sauer

Dr. Ralph Boch

Stiftung

1989

Haus des Stiftens // Landshuter Allee 11
80637 München
Bayern, Deutschland

hss@hanssauerstiftung.de

Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich die Hans Sauer Stiftung mit technischen und sozialen Innovationen, die gesellschaftliches aber auch ökologisches Veränderungspotential haben: für mehr Nachhaltigkeit, für mehr Verwirklichungschancen der Menschen, für bessere Lebensbedingungen.

Der Stifter Hans Sauer war Erfinder und erfolgreicher Unternehmer. Er entwickelte, produzierte und verkaufte Relais, kleine elektromechanische oder elektromagnetische Schaltungen, die bis heute in zahllosen Geräten und Maschinen für einen präzisen und zuverlässigen Betrieb sorgen. Hans Sauer meldete mehr als 300 Patente an und beschäftige sich Zeit seines Lebens mit Fragen der menschlichen Kreativität: Wie funktioniert Kreativität? Welche gesellschaftlichen Bedingungen fördern, welche behindern menschliche Kreativität? Wie kann Kreativität entstehen, die über das individuelle Denkvermögen hinausgeht? Und wie können aus kreativen Ideen Erfindungen und Innovationen werden?

Monika Sachtleben, Tochter von Hans Sauer und Kuratoriumsvorsitzende

Nach Jahrzehnten erfinderischer Tätigkeit war er davon überzeugt, dass seine Erfolge das Ergebnis einer Fähigkeit sind, mit einer „kreativen Intelligenz“ in Kontakt zu treten, eine Fähigkeit, die seiner Meinung nach jeder Mensch besitzt. Seine Überzeugung war, dass seine erfolgreichsten Erfindungen dann zustande gekommen waren, wenn sein Bedürfnis Probleme zu lösen von Empathie und dem Willen zu helfen geprägt waren. Das hatte kreative Leistungen möglich gemacht, die über die individuellen Fähigkeiten hinausgeht – in seinen Worten eine „kybernetische Kreativität“. Danach bekommen menschliche Kreativität und menschliches Handeln dann eine neue Qualität, wenn sie als Teil eines vernetzten Gesamtprozesses verstanden werden. Er formulierte folgende These, die auch zu einem Kernsatz seiner Stiftung wurde:

 „Das entscheidende Kriterium des Denkens ist die Suche nach Wahrhaftigkeit. Die Ethik, die einem Gedanken im Augenblick seines Entstehens zu Grunde liegt prägt auch die Qualität und die Wirkung des Erdachten.“

Das relaio Team bei der Arbeit

Die Hans Sauer Stiftung gründete er mit der Vision, dass Innovationen in Zukunft generell aus einer sozialen und ethischen Motivation heraus entstehen und damit messbaren und spürbaren gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen stiften. Heute hat es sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht, „gezielt technische und soziale Innovationen zu fördern, bei denen der gesellschaftliche Nutzen im Vordergrund steht“, „ethische, ökologische und interkulturelle Fragestellungen in den Innovationsprozess zu integrieren“ und „die Entwicklung von Kompetenzen für verantwortungsbewusstes Denken und Handeln zu fördern.“ Diese Verbindung aus Kreativität, Innovation, Ethik und sozial-ökologischem Anspruch ist Kern und Auftrag der Stiftung.

Doch wie wird sein Gedankengut heute konkret umgesetzt? Die Stiftung wählt dazu immer wieder neue thematische und fachliche Zugänge. Das können zum Beispiel gesellschaftliche oder ökologische Megatrends wie die Wasserversorgung oder der demografische Wandel sein. So finden sich in der aktuellen Förderung Projekte wie Cucula oder LifeShift wieder. Alle geförderten Projekte haben dabei eines gemein: ihre soziale oder technische Innovation schafft gesellschaftlichen Mehrwert und fördert verantwortungsbewusstes Denken und Handeln. 

Aktuell setzt sich die Stiftung intensiv mit speziellen Kompetenzen und Potentialen der gestaltenden Disziplinen auseinander. Die Frage dahinter ist: Welche Beiträge können Architektur und Design  leisten, wenn sie konsequent gesellschaftliche und ökologische Belange und nicht nur marktdefinierte Fragestellungen bearbeiten? Diese Thematik firmiert unter dem Begriff des „Social Design“ und ist unter anderem Gegenstand des Hans Sauer Preises 2016,  der jährlich verliehen wird.

Die Stiftung greift auf ein breites Netzwerk in Wissenschaft, Wirtschaft und dem gemeinnützigen Sektor zurück. Zentral für die eigene, operative Arbeit ist das Engagement und die Kompetenz der jungen Mitarbeiter, meist Studierende. Je nach aktuellem Projektschwerpunkt sind dies Psychologen, Architekten, Designer, Soziologen, Betriebswirte, Umweltingenieure und andere mehr. Sie arbeiten maßgeblich an Inhalten, Veranstaltungen und Publikationen. Exemplarisch für diese Arbeitsweise ist relaio: ein fachlich breit aufgestelltes Team sichtet hier einen großen Bestand an Wissen der unterschiedlichsten Disziplinen auf die Relevanz für nachhaltigkeitsorientiertes Gründen und verarbeitet diese zu handbuchartigen Texten: wissensbasiert und praxisorientiert.

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