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Kitchen on the Run - eine Küche auf Reisen

Eine mobile Küche, die Begegnungen schafft und Geschichten über Grenzen hinweg trägt.

Startup DesignErnährungInnovation Berlin

Kitchen on the Run Logo

Kitchen on the Run ist eine mobile Küche, die für 5 Monate durch Europa reißt und Geflüchtete und Einheimische an einen Tisch bringt. Es ist ein Ort an dem Willkommenskultur ein zu Hause findet.

Kitchen on the Run

Rabea Haß, Jule Schröder, Andreas Reinhard

Jule Schröder

2015

c/o Über den Tellerrand e.V. Roßbachstraße 6
10829 Berlin

Man bringe Geflüchtete und Einheimische hinter einen Herd, gebe ihnen Zutaten zum Kochen, Zeit und Raum zum gegenseitigen Austausch – was am Ende dabei rauskommt, ist viel mehr als nur eine Mahlzeit. Das ist das Kochrezept, das hinter Kitchen on the Run steht. Eine mobile Container-Küche reist durch Europa und lässt Freundschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten am Küchentisch entstehen. Mit dieser Mission im Gepäck machen sich Jule, Rabea und Andi im März 2016 für fünf Monate auf ihre Reise ins Unbekannte. Etwas naiv würde der Eine sagen, voller Idealismus, Europa zu einem besseren Ort zu machen, der Andere.

Rabea und Jule
Zu den Gründern
Rabea ist Soziologin, Andi ist Psychologe und Jule ist als Innovationsberaterin tätig.

Die beiden Frauen lernten sich im Studium kennen und hatten die Idee mit einer mobilen Bar durch ferne Länder zu reisen. Die aktuelle Flüchtlingsthematik nahm ihren Lauf und somit wurde der Gedanke weitergesponnen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion bewarben sie sich mit ihrer mobilen Küche beim Wettbewerb Advocate Europe. Die Idee wurde mit 50.000 Euro prämiert und somit war der Startschuss gelegt: Es ging in die konkrete Planung! Ein paar Wochen später hörte Andi von der Idee und das Team war komplett. 

Jule und Andi
 
Das Projekt ist an den Berliner Verein Über den Tellerrand kochen angebunden.

Die Auswahl der Standorte, an denen den Container für jeweils 5 Wochen Station macht, lief hauptsächlich über persönliche Kontakte. (Bari, Marseille, Duisburg, Deventer, Göteburg) „Wir haben ein paar Bekannte angeschrieben, geschaut wer rasch antwortet und sind dann hingefahren um uns den Standort anzuschauen und einen Platz für den Container auszusuchen“, sagt Jule im Interview. Ähnlich lief es auch mit benötigten Materialien. Das Team nahm den Hörer in die Hand, fragte nach Unterstützung und rannte offene Türen ein. So haben sie zum Beispiel Material und Küchengeräte deutlich günstiger bekommen, Hilfsmittel wie Leitern oder Flyer sogar umsonst. „Natürlich kann man das auch kritisch sehen, da wir auf einer Welle der Unterstützung gesurft sind“, sagt Andi. 

 

Kitchen on the Run ist ein Ort an dem Willkommenskultur ein zu Hause findet und persönliche Geschichten Platz zum gehört werden bekommen. Es ist eine Begegnungsstätte für Geflüchtete und Einheimische, ein Raum in dem man sich kennen lernt und austauscht. „Wir wollen Begegnung auf Augenhöhe schaffen, denn Kochen kennt keine Sprache“, sagt Jule. Durch das gemeinsame Kochen will Kitchen on the Run den zwischenmenschlichen Austausch fördern. Denn obwohl das Thema Flucht momentan auf der Agenda vieler Länder steht, geht jedes Land anders mit der Situation um. Was allerdings alle gemein haben: Ängste und Befürchtungen, Erwartungen und Hoffnungen sind überall groß. Kitchen on the Run möchte ein ganzheitliches Ankommen Geflüchteter ermöglichen und sie mit Menschen und lokalen Institutionen zusammenbringen und ins Gespräch kommen lassen.

Erfahrt auf dem Blog von Kitchen on the Run, was auf der Reise alles passiert, wie die Interaktionen gelingen und welche Rezepte abends auf den Teller kommen.
 

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