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Sono Motors – Mit der Sonne unterwegs

Mobilität bedeutet Verkehr und der belastet immer mehr Mensch und Natur. Lösen will dieses Problem das Münchener Start-Up Sono Motors.

Christoph Eipert Sono Motors

Startup MobilitätNachhaltigkeit

 Sono Motors GmbH Logo

Sono Motors ist ein Münchener Start-Up mit dem Ziel ein Mobilitätskonzept für eine Zukunft ohne Erdöl und CO2-Emissionen zu entwickeln. Der daraus entstandene Sion vereint dabei die drei aktuellen Mobilitätskonzepte: Powersharing, Ridesharing und Carsharing.

Sono Motors GmbH

Navina Pernsteiner, Laurin Hahn & Jona Christians

Tel.:089 - 45 20 58 18 Mail: info@sonomotors.com

GmbH

2016

Agnes-Pockels-Bogen 1
80992 München

info@sonomotors.com

 

Feinstaub

Das giftige Gasgemisch entsteht bei dem Ausstoß von Emissionsrückstanden, die wiederum während der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen. Oft überschreitet die Menge an Feinstaub in der Luft den seit einigen Jahren europaweit vorgeschriebene Tageshöchstwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Allein in Stuttgart wurde dieser Wert im Jahr 2016 mehr als 60-mal überschritten.

Großstädte und ihre Ballungszentren haben ein gemeinsames Problem: Feinstaub. Tag für Tag rollen regelrechte Lawinen aus Blech und Stahl über die asphaltierten Verkehrstrassen vieler Großstädte. Kraftfahrzeuge – ganz egal ob Reisebus oder Minivan –hinterlassen dabei Rückstande, die Klimaschützer, Politik und der Öffentlichkeit Sorgen bereiten und die sind nicht unberechtigt. Oft überschreitet die Menge an Feinstaub in der Luft gesetzlich- vorgeschriebene Tageshöchstwerte. Was also tun? Eine Lösung muss her. Neben der Reduktion des Verkehrs durch Car- oder Bike-Sharing Angebote oder durch das Verbot von Dieselfahrzeugen in Innenstädten gibt es den Lösungsansatz der Entwicklung emissionsfreier Fahrzeuge. So erobern langsam aber sicher Elektroautos den Mobilitätsmarkt, sei es etwa durch Elon Musks Tesla oder durch Entwicklungen der großen Automobilkonzerne.

Elektroautos haben jedoch meist einen Haken – sie kosten viel Geld. Dass das auch anders geht, beweist ein junges Münchner Start-Up: Sono Motors. Für 16.000 Euro soll mit dem Sion ein Elektroauto angeboten werden, das kaum teurer ist als ein herkömmlicher Kleinwagen mit Verbrennungsmotor. Momentan ist im Preis noch keine Batterie enthalten, da deren Preiskalkulation erst ab dem Zeitpunkt der Serienfertigung möglich ist.

Die Gründer von Sono Motors: Laurin Hahn (links), Navina Pernsteiner (Mitte) und Jona Christians (rechts)

Technisch geht das Projekt einen Schritt weiter als vergleichbare Entwicklungen: So ist der Sion, durch in der Karosserie verbaute Solarzellen, in der Lage, sich selbst wieder aufzuladen, umso eine Reichweite von bis zu 30 Kilometern pro Tag zu generieren. Interessant ist ein Blick hinter die Kulissen von Sono Motors. Denn dahinter verbirgt sich kein Automobilkonzern und auch kein Milliardär aus dem Silicon Valley, sondern drei Freunde aus der Schul- und Studienzeit. Zunächst haben Laurin Hahn und Jona Christians nach dem Abitur begonnen, in der eigenen Werkstatt einen alten PKW mit Verbrennungsmotor zum Elektroauto umzubauen. Das Erstaunliche daran ist, dass sie sich das Wissen, wie man einen Elektroantrieb fertigt, mit Videos aus dem Internet angeeignet haben. Später kam noch die Kommunikationsdesignerin Navina Pernsteiner, die mit Laurin in einer WG lebte, zum Team hinzu. Von da an kam das Projekt ins Rollen.

Im Januar 2016 erfolgte die Gründung einer GmbH und ein halbes Jahr später ging es in die erste Finanzierungsrunde – und das ziemlich erfolgreich. Mit der ersten Fundingsumme von 850.000 Euro schossen die drei über die Zielsumme von 150.000 deutlich hinaus. Das war der Startschuss für die Entwicklung des Sion. Damit ist auch ein integratives Mobilitätskonzept entstanden. Denn mit dem Sion sollen auch drei aktuelle Mobilitätskonzepte wie Powersharing, Ridesharing & Carsharing ermöglicht werden. Mit der „goSono“-App kann so mit dem Smartphone, Strom aus der Autobatterie, eine Mitfahrgelegenheit oder selbst das eigene Auto für einzelne Fahrten angeboten werden. Das Prinzip Teilen ist dabei kein technischer Nebeneffekt, es soll vielmehr zu Einsparungen von natürlicher Ressourcen führen und beschreibt die Vision, die hinter dem Projekt Sono Motors steckt. „Der Grund, warum wir es ins Leben gerufen haben, war eigentlich der, dass wir vom Erdöl wegkommen wollen, da es eine endliche Ressource ist“, sagt Navina.

Schon für 16.000 Euro soll der Sion zu haben sein.

Nachhaltig soll auch die Infrastruktur um das Elektroauto sein. Dafür soll auf eigene Werkstätten verzichtet werden. Vielmehr soll durch die Offenlegung eines Werkstattbuches die Reparatur selber durchgeführt werden oder durch eine freie Werkstatt leicht durchführbar sein. Für die Umsetzung der eigenen Nachhaltigkeitsziele ist das Team auf mittlerweile 20 festangestellte Mitglieder angewachsen, die wiederum zusammen mit Beratern, Spezialisten und weiteren Unterstützern ein erweitertes Team von bis zu 100 Personen bilden. Ein Vorhaben wie Sono Motors, zieht natürlich öffentliches, aber auch wirtschaftliches Interesse auf sich. So gibt es, neben einer breiten medialen Berichterstattung, bereits erste Kooperationsangebote von nachhaltigen Hotelketten, die die Elektroautos des Start-Ups als Mobilitätsangebot ihren Gästen anbieten wollen. Bis das möglich ist – also der Sion in Serie geht –  kommt es auf die Anzahl der Vorbestellungen an. Gebaut werden soll ab einer Menge von 5.000 Stück, sodass der Sion Mitte 2019 auf den Straßen fährt.

 

Wie sich das Start-Up in Zukunft finanzieren will, welche Punkte in der aktuellen Mobilitätsdiskussion wichtig sind und was es eigentlich mit Moos im Auto auf sich hat, gibt es im relaio-Interview zum Nachlesen!

 

 

 

 

 

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