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Behavioral Business Ethics

Warum wir nicht immer so moralisch handeln, wie wir gerne würden.

Philipp Schreck

VerantwortungCSRPerson

Der Richter fordert die Geschworenen explizit dazu auf, sich bei ihrer Urteilsfindung nicht in die Lage des ehemaligen Investment Bankers Tom Hayes zu versetzen. Im Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 3. August 2015 heißt es:

 

Bei der Frage, ob der Angeklagte falsch gehandelt habe, sollte die Jury die Maßstäbe "vernünftiger, ehrlicher Mitglieder der Gesellschaft" anlegen. Und nicht besondere Maßstäbe "von Bankern und Händlern in diesem Markt", selbst wenn viele oder alle der Händler Hayes' Verhalten akzeptabel gefunden hätten, sagte der Richter.

 
 

Nach dem Schuldspruch der Jury verurteilt ein Londoner Gericht Tom Hayes zu 14 Jahren Haft. Hayes war nachweislich in den Libor-Skandal verwickelt, in dem Bankangestellte in den Jahren 2006-2010 den Libor-Referenzzins manipulierten. Mithilfe dieser Manipulationen wetteten sie auf Zinsentwicklungen, die sie selbst erst verursachten. Im Ergebnis „verdienten“ ihre Arbeitgeber (und sie selbst) viele Millionen, bevor sie dann im Zuge der Aufarbeitung des Skandals Milliardenstrafen zahlen mussten.

Die juristische Beurteilung dieses Falls sei hier dahingestellt. Im Vordergrund steht vielmehr die aus unternehmensethischer Perspektive interessante Frage nach der Verantwortung für diesen Skandal. Unsere intuitive Reaktion in diesem Fall ist klar: Der Banker und seine Gier sind schuld. Deswegen war es dem Richter im Prozess wohl auch wichtig, dass die Geschworenen gar nicht erst auf die Idee kämen, ihrem Urteil die (mutmaßlich verrotteten) Maßstäbe der Bankenbranche zugrunde zu legen (siehe Ranking zum öffentlichen Ansehen verschiedender Berufe). Sie sollten die moralische Verfassung des Angeklagten im Vergleich zu jener „vernünftiger, ehrlicher Mitglieder der Gesellschaft“ beurteilen. Dies tat die Jury dann auch, wie ein Bericht des Spiegel nahelegt:

 

Die Jury am Southwark Crown Court wertete die Vernehmung Hayes' bei der Polizei als glaubwürdig. Sie sah pure Gier als Motiv.

 
 

Der Fall Tom Hayes steht exemplarisch für ein typisches Vorgehen bei der Beurteilung moralischen Fehlverhaltens – es setzt primär an den Eigenschaften und Absichten der Handelnden an. Ethisch korrektes Verhalten ist demnach eine Frage des Wollens. Wer denkt beim Mannesmann-Prozess nicht zuerst an die ungebremste Gier der Manager – verewigt im Bild des Deutsche Bank Chefs Josef Ackermann, grinsend und in siegessicherer Victory-Pose? Fragen wir uns beim Anblick der Bilder vom Abu-Ghraib-Folterskandal nicht zuerst, was im Leben von Charles Graner und Lynndie England schiefgegangen sein muss, damit sie zu den menschenverachtenden Taten fähig waren, wegen derer sie zu Haftstrafen verurteilt wurden? Und ist es nicht auffällig, dass Boulevardzeitungen den Hauptgrund für die Griechenland-Krise in „faulen“ und „gierigen“ (BILD) Griechen sehen?

In all diesen Fällen schreibt unsere Intuition (oder die von Journalisten) dem Einzelnen die Verantwortung für moralische Verfehlungen zu. Etwas präziser formuliert: Die Attribution der kausalen und damit auch der moralischen Verantwortung für Skandale erfolgt mit Bezug auf das Individuum und seine Schwächen. Mit dieser Intuition können wir auch auf die Unterstützung traditioneller Ethik-Konzeptionen zählen. Zur Vermeidung unmoralischen Verhaltens richten sie sich häufig an das Individuum. So ist eine wesentliche Aussage des Kategorischen Imperativs von Immanuel Kant, das vernünftige Individuum solle das moralische Richtige erkennen und danach handeln. Überspitzt formuliert lautet die Intuition: Ist das moralisch Richtige erkannt, muss man nur wollen, um auch danach zu handeln.

Aber ist diese Attribution der Verantwortung auf den Einzelnen und dessen Intention richtig? Beziehungsweise, mit bescheidenerem Anspruch gefragt, ist sie hilfreich? Dies zu fragen ist eine wichtige Frage der Unternehmensethik. Denn die Erklärung unternehmensethischer Skandale (wie konnte es dazu kommen?) ist kein Selbstzweck. Eine zutreffende Erklärung moralischer Verfehlungen ist notwendige Voraussetzung für deren Vermeidung in der Zukunft. Wer eine wirksame Therapie entwickeln will, braucht zunächst eine zutreffende Diagnose.

Nun legen Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie den Schluss nahe, dass wir in unseren moralischen Urteilen häufig einem „fundamentalen Attributionsfehler“ unterliegen, wenn wir primär den Charakter eines Akteurs für dessen Handeln verantwortlich machen (vgl. Video unten). Denn moralisches Fehlverhalten ist häufig kein Wollens-Problem, sondern ein Könnens-Problem. Menschliches Handeln scheitert dann nicht an einem Mangel an guten Absichten, sondern an situativen Hürden, die auf dem Weg von der Intention zum Handeln liegen.

Video zum Fundamental Attribution Error von der MCCombs School of Business:

 

Welche Hürden genau das sind – dies untersucht das Forschungsfeld Behavioral Business Ethics. Im Gegensatz zu normativen Ansätzen der Ethik liegt das Erkenntnisinteresse dieser Richtung primär in Beschreibungen und weniger in Wertungen. Sie fragt also nicht, wie Menschen sich verhalten sollten, sondern welche moralischen Entscheidungen Menschen tatsächlich treffen und wie sie sich tatsächlich verhalten. Entsprechend grenzen sich die Vertreter der Behavioral Business Ethics auch selbst ab:

 

…we are concerned with describing and predicting what people think, perceive, and do; generally, we are not in the business of telling people what they should do.

Warren & Smith-Crowe (2008), S.84.
 

Ihre Erkenntnisse leitet dieses Feld überwiegend aus experimenteller Forschung ab, insbesondere aus drei Disziplinen: der experimentellen Moralpsychologie; jenem Teil der experimentellen Ökonomik, der sich mit moralischen Fragestellungen beschäftigt; sowie der experimentellen Moralphilosophie.

Wie die folgenden Beispiele zeigen sollen, sprechen Erkenntnisse dieser Forschungsrichtung für die These, dass es primär der Handlungskontext, und nicht die Handlungsintention der Akteure ist, der für deren tatsächliches Handeln verantwortlich ist. Nimmt man diese Erkenntnisse ernst, hat das weitereichende Konsequenzen für die Handlungsempfehlungen einer normativen Unternehmensethik. Sie würde nicht so sehr darauf setzen, das Individuum in seinen guten Absichten zu stärken, sondern auf eine Reflexion und Änderung des Handlungskontextes abzielen.

 

Barmherzige Samariter unter Zeitdruck

Um den relativen Einfluss situativer und persönlicher Variablen auf Hilfsbereitschaft zu untersuchen, ließen etwa die Sozialpsychologen John Darley und Dan Batson Theologie-Studenten der Princeton Universität einen Vortrag halten (Darley & Batson 1973). Allerdings fand er nach dem Vorbereitungsseminar in einem Hörsaal auf der anderen Seite des Universitätscampus statt. Auf dem Weg dorthin – jeder ging für sich – trafen die Studenten in einer Gasse auf einen (geschauspielerten) Notleidenden, am Boden kauernd, hustend und offensichtlich hilfsbedürftig. Welche Studenten würden wohl stehenbleiben um zu helfen?

Zum einen erhielten die Seminarteilnehmer unterschiedliche Aufgaben. Die einen sollten einen Vortrag über die Eignung der Seminarteilnehmer für bestimmte Berufe halten; die anderen zur Parabel des Barmherzigen Samariters. Zusätzlich zu diesen unterschiedlichen Aufgaben standen die Studierenden unter verschieden hohem Zeitdruck – es gab drei Gruppen mit hohem, mittlerem, oder niedrigem Zeitdruck. Die Ähnlichkeit des Experiments zur Situation des Barmherzigen Samariters war offenkundig und bot den Theologiestudenten eine gute Gelegenheit, gleich in die Tat umzusetzen, worüber sie wenig später in ihrem Vortrag reden würden. Würden die guten Gedanken der Studenten auch zu gutem Verhalten führen?

Im Ergebnis offenbarte sich eine Diskrepanz zwischen der – eigentlich über moralischen Zweifel erhabenen – Gesinnung der Theologie-Studenten und deren Verhalten: also ein sog. „Intention-Behavior-Gap“. Denn nicht nur blieben überraschend wenige (40%) Studenten beim Notleidenden stehen. Die Studierenden der „Samariter-Gruppe“ waren auch nicht mehr geneigt zu helfen als jene der Kontrollgruppe. Der Zeitdruck hingegen hatte großen Einfluss auf das Verhalten: bei geringem Zeitdruck halfen 63%, bei mittlerem 45% und bei hohem lediglich 10%. Diese Studie ist ein eindrücklicher Beleg dafür, wie wenig relevant moralische Gesinnung bei der Erklärung moralischen Verhaltens sein kann.

Bounded Ethicality

Ein weiteres Beispiel kommt von Mary Kern und Dolly Chugh, die in ihrer Studie (Kern & Chugh 2009) untersuchten, ob Menschen bei ethisch relevanten Entscheidungen kognitiven Restriktionen unterliegen, die sie selbst weder wahrnehmen noch direkt kontrollieren können. Die Grundhypothese ist, dass Menschen identische Sachverhalte unterschiedlich beurteilen, wenn diese anders präsentiert werden. Insbesondere erwarten die Autoren in Anlehnung an die Arbeiten von Kahnemann und Tversky (Tversky & Kahneman 1981); Kahneman & Tversky 1979), dass Menschen eher zu unmoralischem Verhalten neigen, wenn Handlungsergebnisse als Verlustrisiko dargestellt sind und nicht als Gewinnchance.

So baten die Autoren die Hälfte der Teilnehmer eines Experiments, sich in folgende Situation hineinzuversetzen: Sie wollen kurz vor einer Urlaubsreise noch schnell ihre Stereoanlage verkaufen. Die Chance, die Anlage zur verkaufen liegt bei ca. 25%. Es gibt einen einzigen Interessenten – würden sie dem potentiellen Käufer gegenüber fälschlicherweise behaupten, dass es noch andere Kaufinteressenten gibt? Die zweite Hälfte der Teilnehmer erhielt dasselbe Szenario, nur war die Formulierung dort so gewählt, dass das Risiko, die Anlage nicht zu verkaufen, bei ca. 75% lag. Die Sachlage war also in beiden Szenarien identisch, wurde aber unterschiedlich präsentiert.

Im Ergebnis waren jene Teilnehmer eher bereit zu lügen, bei denen das Verhandlungsergebnis als Verlustrisiko (loss frame) und nicht als Gewinnchance (gain frame) dargestellt wurde. Dieses Resultat ist in der folgenden Grafik wiedergegeben. Wie darin auch zu sehen ist, untersuchten Kern & Chug zusätzlich zum Einfluss des Frames auch den Einfluss von Zeitdruck.

Ergebnisse des Experiments von Kern & Chugh 2009, S. 381. 
 

Die Höhe der Balken gibt an, wie wahrscheinlich die Teilnehmer nach eigenen Angaben den Kaufinteressen mit einer Lüge unter Druck setzen würden. Im Gain Frame war das Szenario als Gewinnchance dargestellt, im Loss Frame als Verlustrisiko. Schwarze Balken repräsentieren die Antworten unter Zeitdruck, weiße jene ohne Zeitdruck.

Aus der Grafik wird ersichtlich, dass im Loss Frame nur dann eher gelogen würde als im Gain Frame, wenn die Teilnehmer unter Zeitdruck entscheiden mussten. Schönen Gruß vom Barmherzigen Samariter.

Kleine Lügen, weiße Lügen

Vertreter der experimentellen Ethik-Forschung beschäftigen sich also mit der Frage, wie situative Einflüsse dazu führen können, dass Menschen sich unabhängig von guten Absichten unmoralisch verhalten. Um die Kraft dieser Einflüsse am Beispiel von Lügen zu untersuchen, haben der Verhaltensökonom Dan Ariely und seine Kollegen in einer Reihe von Experimenten beobachtet, unter welchen Umständen Teilnehmer ihre Leistung in einer Mathematikaufgabe zu hoch angeben, um damit ihre Einkommen zu erhöhen (Ariely 2011). Zunächst lösten Teilnehmer einer Vergleichsgruppe in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Mathematikaufgaben, die Anzahl richtiger Lösungen wurde dann vom Experimentator verifiziert.

Die anderen Gruppen dienten der Untersuchung der situativen Einflüsse, die Lügen fördern. In diesen Gruppen sollten die Teilnehmer selbst angeben, wie viele Aufgaben sie erfolgreich gelöst hatten. Da sie vor der Selbstauskunft ihre Aufgabenblätter vernichten durften, konnte die Richtigkeit ihrer Angaben nicht überprüft werden. Die Angaben in verschiedenen Gruppen konnten dann mit der Vergleichsgruppe kontrastiert werden. Somit ist das Ausmaß von Lügen zwar nicht auf individueller, aber auf Gruppen-Ebene beobachtbar. Ist die Anzahl „gelöster“ Aufgaben z.B. signifikant höher in jener Gruppe, in der Teilnehmer ermüdet sind, kann daraus geschlossen werden, dass Müdigkeit die Bereitschaft zu lügen erhöht (was Arielys Experimenten zufolge der Fall ist).

Zu den Erkenntnissen aus solcher Forschung gehört ferner, dass Lügen häufiger auftreten, wenn sie auch Anderen nützen und wenn Verantwortung dafür geteilt wird; dass einmaliges Lügen die Hemmschwelle für weitere Lügen senkt; oder auch, dass geringere Sympathie für den Belogenen oder schlechte Vorbilder die eigene Ehrlichkeit verringern können.

Interessanterweise treten diese Lügen bei Experimenten auf, ohne dass dies etwas am Selbstverständnis der Teilnehmer als ehrliche Menschen ändern würde. Offenkundig legen sich Menschen zur Rationalisierung ihrer Handlung Rechtfertigungsstrategien zurecht, mit denen sie ihr Verhalten in Einklang mit ihrem Selbstverständnis bringen: das machen andere auch, sind doch nur kleine Beträge, ich schade niemandem wirklich, usw. (Beispiele geben Shalvi et al. 2015). In diesen Fällen würden also Appelle an die Ehrlichkeit ihren Zweck verfehlen, weil sich Akteure ja bereits für ehrlich halten.

Implikationen: Mind the Gap!

Eine zentrale Erkenntnis aus der Behavioral Business Ethics Forschung ist also, dass unmoralisches Verhalten nicht primär durch einen Mangel an guten Absichten zu erklären ist (Wollens-Problem), sondern vielmehr durch Hindernisse auf dem Weg von der Absicht zum Verhalten (Könnens-Problem). Offensichtlich zeichnen häufig Faktoren für unser Urteil bzw. unser Verhalten verantwortlich, die wir selbst nicht beeinflussen (z.B. Zeitdruck) können und derer wir uns noch nicht einmal bewusst sind (z.B. Framing). Eine offensichtliche und auch bereits erwähnte Folge aus diesen Erkenntnissen ergibt sich für all jene, die auf Verhaltensänderung aus sind, also z.B. Dozenten der Unternehmensethik (mit Blick auf das spätere Verhalten von Studierenden) oder Führungskräfte in der Wirtschaftspraxis (mit Blick auf Mitarbeiter wie Tom Hayes). Sie sollten ihr Hauptaugenmerk nicht auf Charakterstärkung legen, sondern auf situative Einflüsse. Der Handlungskontext muss so gestaltet werden, dass ein Gap zwischen Intention und Handlung gar nicht erst entsteht.

Schwieriger gestaltet sich die Verantwortungsfrage. Ins Extrem gedacht: wenn es stimmt, dass Menschen kognitiven und situativen Restriktionen unterliegen, angesichts derer sie gar nicht anders können als unmoralisch zu handeln: sind sie dann noch verantwortlich für ihr Verhalten? Führen die hier skizzierten Erkenntnisse zu einer „Ent-Schuldigung“ des Einzelnen wie dem Banker Tom Hayes?

Das würde sicherlich zu weit führen. Auch wenn die diskutierten Erkenntnisse dafür sprechen, dass situative Faktoren zu einem hohen Anteil für (Fehl-)Verhalten verantwortlich sind: es gibt auch (wenngleich geringere) individuelle, kontextunabhängige Unterschiede im Verhalten. Sie zeigen, dass die Rede vom „Könnens-Problem“ eine begriffliche Verkürzung darstellt, die den empirisch vorhandenen Entscheidungsspielräumen nicht gerecht wird.

Noch wichtiger ist aber ein anderes Argument: Wer um die Bedingungen seines Verhaltens weiß, kann nach Möglichkeiten suchen sie zu ändern. Insofern führen die Erkenntnisse der Behavioral Business Ethics nicht zu einer Reduktion, sondern zu einer Transformation von Verantwortung. Nicht das Handeln unter gegebenen Bedingungen, sondern die Bedingungen selbst werden zum Verantwortungsobjekt. Aus dem Wissen, dass Zeitdruck zu Fehlentscheidungen führen kann, dass Gruppenentscheidungen zu Verantwortungsdiffusion tendieren, oder dass Wettbewerb zur Erosion moralischer Normen führen kann, erwächst die Verantwortung, diesen Einflüssen Rechnung zu tragen oder sie gar auszuräumen. Dieses Prinzip ist schon seit längerem zentraler Bestandteil etablierter Wirtschaftsethik-Konzeptionen (stellvertretend die Beiträge der Wirtschaftethiker Karl Homann, Ingo Pies und Andreas Suchanek im Sammelband Aaken & Schreck 2015).  Und es ist zu begrüßen, dass es nun Bestätigung durch die empirische Forschung der Behavioral Business Ethics erfährt.

Quellen
  • van Aaken, D. & Schreck, P. (2015). Theorien der Wirtschafts- und Unternehmensethik. Suhrkamp: Frankfurt a.M.
  • Ariely, D. (2011). The (Honest) Truth about Dishonesty. How we lie to everyone — especially ourselves. HarperCollins: New York.

  • Darley, J.M. & Batson, C.D. (1973). From Jerusalem to Jericho: A study of situational and dispositional variabeles in helping behaviour. Journal of Personality and Social Psychology, 27,1, 100-108.

  • Kahneman, D. & Tversky, A. (1973). Prospect Theory: An analysis of decision under risk, Econometrica, 47, 2, 263-292.

  • Kern, M.C. & Chugh, D. (2009). Bounded Ethicality: The persily of loss framing, Psychological Science, 20, 3, 378-384.

  • Shalvi, S., Gino, F. & Barkan, R. (2015). Self-Serving Justificaiton: Doing wrong and feeling moral, Current Directions. Psychological Science, 24, 2, 125-130.

  • Tversky, A. & Kahenman, D. (1981). The framing of decisions and the psychology of choice. Science, 211, 4481, 453-458.

  • Warren, D.E. & Smith-Crowe, K. (2008). Deciding whats rights: The role of external sanctions and embarrassment in shaping moral judgements in the workplace. Research in Organizational Behavior, 28, 81-105.

  • Zimbardo, P.G. (2007). The Lucifer Effect: Understanding how good people evil. Random House: New York.


 

 

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